25.07.2017, 11:49 Uhr

Eine Kunst von Herz zu Herz

Claudia Klapsch arbeitet gerne mit Naturmaterialien. „Aus diesem Stück Holz könnte eine Schlange werden...“

Angeschwemmte Inspirationen aus den Sulm- und Murauen

Claudia Klapsch aus Leibnitz besitzt eine besondere Vorliebe für Schwemmholz, aus dem sie Skulpturen und Wohnaccessoires gestaltet. Als Logo für ihr Projekt „SulMur Art“ schwebt Claudia Klapsch verschlungene Herzen vor. „Ich mache meine Skulpturen von Herzen gerne und möchte damit auch die Herzen der Menschen berühren.“

(jf). Mit der Malerei – Aquarelle, abstrakt und sehr viel Akt – hat Claudia Klapsch 2000 begonnen, ihre künstlerische Leidenschaft auszuleben. Ihre Vision ist es, in Zukunft die aktuellen Arbeiten mit Farbe zu ergänzen, als Collagen aus Holz.
Gummistiefel und Transportsäcke hat die Südsteirerin stets im Auto mit dabei, wenn es zum Spazierengehen in die Sulm- und Murauen geht. Das Holz, das sie sammelt, „muss Energie haben.“ Zuhause werden die Mitbringsel vom Sand gereinigt und getrocknet. Im Winter im Heizraum, im Sommer in der „Waozharpfn“. Dort lagert das Holz dann, bis es Claudia in die Hand nimmt und zur Vollendung führt. Dazu bedarf es künstlerische Begabung sowie handwerkliches Geschick. Außerdem benötigt Claudia Klapsch im Umgang mit Flex, Bohrmaschine und Kreissäge und Schraubbohrer auch etwas Kraft.

Was für andere unscheinbar ist, erregt ihre Aufmerksamkeit, beflügelt ihre Fantasie...

In ihrer Werkstatt fertigt sie daraus Wohnaccessoires und Skulpturen für drinnen und draußen. Tiere, aber auch menschliche Torsos nehmen bei der Symbiose aus Treibholz, Steinen und Recyclingsmaterial Gestalt an. So zum Beispiel die Diva oder Mrs. Liberty. Der außerirdische „Goalgetter“ kickt mit unserem Planeten im Weltall und symbolisiert damit, „wie wir mit der Erde umgehen.“
Gott trägt eine Maske. Dazu Claudia Klapsch: „Gott ist anders, als das Bild, das wir uns von ihm machen. Die Wahrheit liegt in der Anerkennung des nicht sichtbaren Unbekannten.“ Deshalb hat Klapsch ihrem Beitrag zur Ausstellung „Kultur trifft Skulptur“, zu sehen noch bis 31. Oktober 2017 im Kunst(wein)Keller in Ehrenhausen, den Titel „Seelenstriptease“ gegeben.

Fotos: Josef Fürbass
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 25.07.2017 | 13:26   Melden
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Josef Fürbass aus Deutschlandsberg | 25.07.2017 | 14:28   Melden
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