13.11.2016, 10:04 Uhr

Wo „Koschpl“ und „Aunpotzde“ heimisch sind

Auch Udo Jürgens war dabei: Aber bitte mit Sahne
Stallhof: Festhalle |

Die Kernölamazonen begeisterten mit ihrer Stadt Land-Show.

Gleich vorweg: Der Begriff Show stimmt, denn die Kernölamazonen Caroline Athanasiadis und Gudrun Nikodem-Eichenhardt haben sich gesanglich, tänzerisch, inhaltlich und schauspielerisch dieses Prädikat verdient.
Es ging um das Aufeinandertreffen von Land- und Stadtwelt. Gudrun und Caro, einst gemeinsam am Musikkonservatorium, sehen sich in Wien wieder. Erstere, Bio-Bäuerin mit vier Kindern und Leiterin des Kirchenchors, zweitere auf der Suche nach einem Bühnenjob, immer am Puls der Zeit und noch bei der „Mamsch“ wohnhaft. Während die eine die Stille im Stephansdom genießt, kann die die andere mit Kyrie eleison („Welcher Sohn?“) und Maria („Aus der West Side Story?“) wenig anfangen. „A Engerl wirst loungsom, a Oaschloch bist schnöll“, lautet ihre Devise, die auf Luft, Verkehr und Beton als etwas Ewiges setzt.
Unvorstellbar, aber von der Regie gewünscht: Ein „Land in Sicht!“ katapultierte ebendiese Caro in die Ebenen der „Koschpl“ („Gospel?“), in denen der Hahn um 6 Uhr morgens kräht und herber Charme herrscht: Nur net zuck’n, sunst wer’s eire Zähn‘ ausspuck’n!
Es waren schließlich der Alkohol am Festl vom Kameradschaftsbund, der stramme Feuerwehrmann und der fensterlnde Pfarrer, welche die Gudrun’schen Lebensprinzipien aufweichten und ein neues Kapitel der beiden aufschlugen, das im Schauspielerteam namens Kernölamazonen mündete. Mit Matthias Ellinger ein Team, das sich mehrere Vorhänge abholte und abschließend als MOMO-Botschafterinnen für eine gemeinnützige Initiative Spenden sammelte.
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