13.10.2017, 14:08 Uhr

Benefizkonzert zur Erhaltung des „Juwels von Altenmarkt“

Musik, die von Herzen kommt und die auch den Zuhörern Freude bereitet, interpretierten „Die Gschmeidigen“ unter den einzigartigen Fresken der St. Veit-Kapelle.

Zarter Saitenklang erfüllte die St. Veit-Kapelle

Ein wunderbares Benefizkonzert machte am Samstag, dem 30. September 2017, auf die St. Veit-Kapelle in Altenmarkt und das Wirken des Komitees zur Erhaltung dieses Kleinods aufmerksam. „Die Gschmeidigen“ aus Ilz begeisterten das Publikum, das in der neu bestuhlten Kapelle und im Freien davor Platz genommen hatte, mit Mozart, Melodien aus der Renaissance und Liedern aus verschiedener Musikliteratur.



(jf). Über Jahrzehnte hindurch hat Maria Mörth vulgo Pfarrerhansl die St. Veit-Kapelle in Altenmarkt bei Wies liebevoll betreut, nun nimmt sich ein heuer gegründetes Komitee der Bewahrung des Kleinods an. Es wird von Doris Wipfler, Richard Koinegg, Grete und Markus Stelzl, Melina Paternusch, Grete Pichler, Inge Lehr und Veronika Spari, die auch das Benefizkonzert initiiert und organisiert hat, gebildet.
Es war eine Begegnung mit Nachhaltigkeit, die als Wegbereiter für diesen ganz besonderen Konzertgenuss fungierte. Bei einer Führung durch die Pfarrkirche „Zum Gegeißelten Heiland auf der Wies“, die Veronika Spari gestaltete, lernte sie zufällig die Mitglieder dieser Musikgruppe kennen. Mag. Angelika Reichl (Bassetto), übrigens eine gebürtige Deutschlandsbergerin, ihr Mann Mag. Herwig Reichl (1. Geige) und Oberschulrat Hans Jörger (2. Geige) lieben es, in kleinen, alten Kirchen zu musizieren. „Wir spielen nur zu unserer Freude“, betonte Angelika Reichl. Und das aus innerer Überzeugung für wann und wo. Im Kreise der musikbegeisterten Freunde der St. Veit-Kapelle konnte Veronika Spari auch Pfarrer Mag. Markus Lehr begrüßen.
Unter den prächtigen Fresken der ehemaligen Pfarrkirche von Altenmarkt, die dem heiligen Veit geweiht war und von der nur der Chor erhalten geblieben ist, erklangen zarte Saitenklänge. Interpretiert wurden Werke verschiedenster Literatur. Von der Klassik bis hin zum schwedischen Tanzlied reichte das Repertoire.
Fazit: So schön kann ein Herbstnachmittag in Altenmarkt (aus-)klingen. Alle, die nicht dabei waren, haben unvergessliche Eindrücke in der St. Veit-Kapelle, die der verstorbene Oberschulrat Franz Kraus einst als „das Juwel von Altenmarkt“ bezeichnet hat, versäumt. Angelika Reichl: „Da geht einem das Herz auf, wenn man hier spielen darf…“
Nach dem gelungenen Konzert sorgten die von den beherzten Frauen gebackenen Mehlspeisen für eine süße Agape. Die Keramikerin Lena Kremser aus St. Ulrich im Greith hat freundlicherweise Tonkreuze zur Verfügung gestellt, die das Komitee zugunsten der St. Veit-Kapelle zum Kauf anbot.

Fotos: Josef Fürbass
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