19.06.2017, 15:08 Uhr

Deutschlandsberg blüht bis in jeden Ortsteil auf

Die Volksschule Trahütten wird ab kommendem Schuljahr auch als Kinderhaus geführt werden. (Foto: KK)

Bürgermeister Josef Wallner zu Kindereinrichtungen, TEZ und weiteren Vorhaben.


DEUTSCHLANDSBERG. Seit der Gemeindestrukturreform 2015 ist die Stadtgemeinde Deutschlandsberg um die Gemeinden Bad Gams, Trahütten, Kloster, Osterwitz und Freiland angewachsen. Nicht nur das Angebot ist dadurch reicher, auch der verwaltungstechnische Aufwand ist enorm gestiegen. Das betrifft einmal den Straßenbau, in den heuer bis zu eine Million Euro investiert wird. "500.000 Euro sind dafür budgetiert. Allerdings werden nochmals rund 500.000 Euro außer Plan kommen, da derzeit die Energie Steiermark für den Windpark Koralm Straßen zur Verlegung des Leitungsnetzes ab der Freiländeralm und Handalm aufgräbt. Diese Straßen werden gleich komplett erneuert." Auch sonst wird in die Ortsteile investiert, wie die Ortsbildgestaltung in Kloster und die Sanierung des Kirchendaches in Osterwitz zeigen. "Derzeit wird eine Asphaltbahn in Trahütten errichtet", so Wallner.


Zu den Kindergärten

Der Kindergarten der Volkshilfe in der oberen Schmiedgasse wird zwar im September aufgelassen, allerdings kommt die Ganztageskindergarten-Gruppe komplett im heilpädagogischen Kindergarten unter. "Das ist für die Eltern sogar eine Verbesserung, denn der Kindergarten ist auf dem neuesten Stand und mit Grünraum ausgestattet", betont Wallner. Die Kinderkrippe aus dem Volkshilfe-Kindergarten kommt in die ansonsten nicht genützten Räume beim Ganztageskindergarten am Kloepferweg. Der Kindergarten Erlenweg wird im Sommer aus der Qualitätsoffensive des Landes Steiermark mit einem Zubau für einen neuen Ruhebereich für die Ganztageskindergarten-Kinder aufgewertet. Zusätzlich kommt ein Kinderhaus in Trahütten mit Ganztageskindergarten und Nachmittagsbetreuung für Schulkinder an jedem Schultag. Alle Neuerungen sind also bis September fix umgesetzt. Schließlich werden ca. 500.000 Euro in die qualitative Verbesserung der Kindergärten investiert. Auch in Kloster bleiben Kindergarten und Volksschule erhalten. In Kloster hat der Ortsteilvertreter Christoph Koch sogar vor, eine Skivolksschule zu installieren. "Diese Initiativen sind wichtig zur Stärkung der Schulstandorte in den Berggemeinden", so Wallner. In Wildbach und in Bad Gams sind ebenfalls jeweils Volksschule und Kindergarten an einem Standort. Nur Freiland und Osterwitz sind nach der letzten Schließungswelle des Landes jetzt ohne Volksschule.
Insgesamt gibt es in der Großgemeinde Deutschlandsberg acht Kindergärten und fünf Volksschulen. "Somit haben wir für jedes Kind einen Kindergarten- bzw. einen Ganztageskindergarten-Platz", betont Bgm. Josef Wallner.


Zum Technologiezentrum

Das Technologiezentrum, kurz TZD, ist 1996 von der Stadt Deutschlandsberg mit der Steiermärkischen Sparkasse gegründet worden. Von Beginn an ist Marianne Kiendl mit ihrer Buchhaltungsfirma federführend. Aus diesem Start-up-Center sind einerseits schon Firmen wie z.B. Valentino hervorgegangen, anderseits werden hier Förderprojekte der Stadtgemeinde abgewickelt. Bgm. Josef Wallner: "Das TZD ist unsere Ideenschmiede. Durch das TZD sind wir daher als Stadt Deutschlandsberg steiermarkweit vorne dabei, was die Ausnutzung von nationalen und transnationalen Förderprojekten anbelangt." Um Fördermittel geht es auch bei der Instandsetzung der Burg Deutschlandsberg: So ist der erste Ausbau zu 86 Prozent gefördert worden. Der aktuelle Ausbau um rund 660.000 Euro (aufgeteilt auf drei Jahre) wird zu insgesamt 80 Prozent gefördert. Dieser Ausbau betrifft einmal das Burgdach, die Fertigstellung vom romanischen Innenhof sowie die kommende Sanierung der ehemaligen Burgkapelle als einst erster kirchlicher Raum in der Stadt.

Zum Einkaufsgutschein

Der Deutschlandsberger Einkaufsgutschein ist eine Erfolgsgeschichte aus dem TZD, der 2012 eingeführt worden ist. Seither ist er ein gerne gekauftes Geschenk zu sämtlichen Anlässen. "Der 10-Euro-Einkaufsgutschein ist seither knapp 400.000 Mal verkauft worden", weiß Marianne Kiendl. Das entspricht einer Wertschöpfung von 4 Mio. Euro, die in Deutschlansberg bleibt.
Vor allem Firmen vergeben den Deutschlandsberger Einkaufsgutschein gerne als Mitarbeiter-Geschenke. "Einerseits ist der Gutschein für die Betriebe steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar, andererseits können die Gutscheine ganz nach Bedarf verpackt werden", betont Kiendl zu den Vorzügen. Auch Hochzeitsgesellschaften oder Geburtstagkinder kommen immer mehr in den Genuss dieser Gutscheine. "Aus den über 250 Betrieben, in denen der Gutschein eingelöst werden kann, kommt auch die positive Rückmeldung über die einfache Handhabung des Gutscheines, der mit Sicherheitspapier und Prägedruck gegen Fälschungen bisher erfolgreich ausgestattet ist", so Kiendl und räumt ein: "Nicht alle Betriebe geben das Retourgeld heraus. Das hängt von der jeweiligen Firmenphilosophie ab, daran können wir nichts ändern." Bgm. Josef Wallner: "Der Deutschlandsberger Einkaufsgutschein ist eine wirtschaftsbelebende Maßnahme, die direkt greift und die wir als Stadtgemeinde gerne unterstützen."

Zur Koralmhalle

Koralmhalle: Derzeit wird bei der Koralmhalle in Deutschlandsberg das Dach gedeckt und gedämmt sowie die oberen Fenster saniert und ein Verdunkelungsschutz eingeführt. Das Heizsystem wird heuer noch umgestellt von der E-Heizung auf stromsparende Infrarot-Platten. Angedacht sind auch Photovoltaik-Elemente am Dach, mit denen mittelfristig eine Klimatisierung der Koralmhalle möglich wäre. Zwei Jahre dauern die Sanierungs-Maßnahmen bei laufendem Betrieb. 3,5 Mio Euro werden dazu in die Hand genommen.
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