17.10.2017, 20:56 Uhr

Frischer Wind im Stadtmarketing von Deutschlandsberg

Herbert Widmar und Eveline Kiegerl fassen sich ein Herz für die Stadt Deutschlandsberg.

Herbert Widmar ist der neue Vorsitzende im Stadtmarketing Deutschlandsberg. Er krempelt die Ärmel auf, nimmt die Herausforderung an und sieht im Miteinander und der Identifikation mit dem, was die Stadt ohnehin schon hat, das ganz große Potenzial - hier im Interview.

DEUTSCHLANDSBERG. Nach sieben Jahren hat Vize-Bgm. Anton Fabian den Vorsitz im Stadtmarketing Deutschlandsberg weiter gegeben. Er wird sich als Vizebürgermeister und rund um das 100 Jahr-Programm in der Stadt Deutschlandsberg im kommenden Jahr weiterhin aktiv einbringen. In der letzten Vorstandssitzung ist Herbert Widmar einstimmig zu dessen Nachfolger gewählt worden. "Ich glaube, bei Herbert Widmar ist das Stadtmarketing in guten Händen", streut Fabian seinem Nachfolger Blumen.
Der eingefleischte Deutschlandsberger ist schon seit 40 Jahren bei der Post und daher kein Unbekannter. Nach vielen Jahren in der Steiermark und darüber hinaus unterwegs, ist Widmar jetzt Filialleiter und Knotenleiter der Post Deutschlandsberg.

Die WOCHE Deutschlandsberg hat sich mit dem ambitionierten Deutschlandsberger zu einem Exklusiv-Interview über seine Vorhaben und Visionen getroffen.


Welcher Weg hat Sie ins Stadtmarketing von Deutschlandsberg geführt?

Ich lebe hier mit meiner Familie, ich arbeite hier, ich kaufe hier ein und habe mich schon lange in die Stadt Deutschlandsberg verliebt.
Der Weg ins Stadtmarketing hat mich eben einerseits über diese Heimatverbundenheit und andererseits über meine Kunden geführt. Das Leben ist schließlich ein Geben und ein Nehmen. D.h. das was ich von den Menschen bekomme, möchte ich durch meinen  Einsatz beim Stadtmarketing zurückgeben. Ich freue mich auf diese Herausforderung, die bestimmt nicht immer einfach sein wird. Gerade das ist eine Motivation für mich.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Vize-Bgm. Toni Fabian und seiner Mitarbeiterin Heike Steinbauer für die so gute Arbeit bedanken, auf die ich jetzt weiter aufbauen kann.


Was wird unter Ihrer Führung im Vordergrund stehen?

Die Gemeinsamkeit! Meine Stärke liegt in der Kommunikation, nach außen und nach innen. Transparenz ist für mich dabei ein ganz wichtiges Schlagwort. In diesem Sinne möchte ich mit den Geschäftsleuten gemeinsam an der Optimierung der Innenstadt Deutschlandsberg arbeiten, die für mich nicht am Hauptplatz aufhört sondern über die Frauentaler Straße hinaus geht. Ich kann den Geschäftsleuten zwar nicht mehr Kunden bringen aber ich kann auf ein Netz aufbauen und dabei als Schnittstelle und Kommunikationsplattform fungieren.

Bleibt Deutschlandsberg also "unsere Perle"?

Natürlich, dieser Marketingauftritt, den Toni Fabian hier aufgezogen hat, passt gut zu unserer Stadt, um die Qualität in der Regionalität auf den Punkt zu bringen. Da stehe ich zu 100 Prozent dahinter. Diesen Weg möchte ich unbedingt weiterführen, um Regionalität auf den Hauptplatz zu bringen, von der Kulinarik bis hin zur Kultur.
Immerhin ist Eveline Kiegerl von der Stadtgalerie mir jetzt als rechte Hand im Rahmen der "Aktion 20.000" zugeordnet worden. Sie wird auch Anton Fabian unterstützen, der im kommenden Jahr für das Jubiläum "100 Jahre Stadt Deutschlandberg" bereits vieles vorbereitet hat.


Wie gehen Sie mit den Leerflächen in der Innenstadt um?

Es gibt ein Leerflächenmanagent, bei dem jeder seine Ideen und Vorschläge einbringen kann. Ich bin natürlich auch mit Betrieben im Gespräch, um diese Leerfläche im Sinne der Regionaltität zu befüllen. Schließlich soll der Hauptplatz mit seinem einmaligen Flair und mit all den Gastronomiebetrieben und Geschäften sowie der kommenden Platzgestaltung zu einem sinnlichen Erlebnis beitragen, sodass man gerne wieder hierher kommt,

Wie ist die aktuelle Situation in der Stadt Deutschlandsberg?

Vielfach wird angenommen, dass in anderen Bezirksstädten vieles besser funktioniert als bei uns. Das blockiert! Jede Stadt hat ihre Qualitäten und diese gilt es, vor den Vorhang zu holen. Wir haben den Schilcher, die Burg, die Landschaft, die Kulinarik und die Gastfreundlichkeit. Wir dürfen das alles nur nicht tot reden sondern müssen das Angebot nützen und damit auf den Markt gehen.

Weihnachten steht vor der Tür. Was haben sie vor?

Ich möchte heuer etwas ganz anderes versuchen, vor allem was den Adventkalender betrifft: Bisher sind ja täglich Fenster ausschließlich am Rathaus geöffnet worden. Ich möchte heuer weg vom Rathaus und hin zu den Geschäfstleuten, will heißen bei 23 verschiedenen Geschäften wird es jeweils ein Adventkalenderfenster geben, das jeweils mit Darbietungen der Kindergärten, Schulen, Chöre und Vereine feierlich geöffnet wird. Die Wirtschftstreibenden können sich also selbst in das vorweihnachtliche Geschehen gestaltend einbringen, ihre Stammkunden einladen und das Programm erstellen. Sie sollen aus diesem Tag den besten Tag für sich machen. Dieses Vorhaben entspricht wiederum meinem Ideal von geben und nehmen.

Schließlich ist Weihnachten auch mit Herbergsuche verbunden, man kommt in Kommunikation und geht von Haus zu Haus. Jeder gibt seinen Beitrag und dann soll ein gemeinsames "Smilie" herauslachen.

Wie ist das Echo auf diese Neuauflage des Adventkalenders?

Sehr gut, ich habe nur noch wenige Tage im Advent frei und außerdem schon ganz tolle Rückmeldungen zu den geplanten Aktivitäten. Dieses Feedback und die kreativen Ideen der einzelnen Geschäftsleute bestätigen mir, dass genau dieser gemeinsame Weg der richtige ist.

Und die Weihnachtsbeleuchtung?

Neu wird auch die Weihnachtsbeleuchtung sein. Es kommen keine Christbäumchen mehr
sondern sämtliche Baumkronen werden mit Lichterketten erhellt, das gibt ein wenig Klein New York-Feeling.
Die Stadt soll leuchten, weil sie es auch verdient zu leuchten.

Und die Neugestaltung des Hauptplatzes?

Wir lassen uns bei der Gemeinderatssitzung am 30. Oktober überraschen. Ich bin jedenfalls für ein Gesamtkonzept, Teillösungen bringen wenig.
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