04.10.2014, 21:13 Uhr

Gesunde Gemeinde Stainz probte die entspannte Geburt

Der Socken als Gebärmutterersatz
Stainz: Dachbodentheater |

Organisatorin Karin Fedl und Referentin Karina Thür setzten auf HypnoBirthing.

Dass eine Geburt etwas Natürliches sei, stellte die diplomierte Physiotherapeutin und Sportwissenschaftlerin in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. „Eltern und Kind müssen im Mittelpunkt stehen“, verneinte sie jedes ärztliche Diktat während des Geburtsvorganges. Ein Eingreifen von Ärzten sei nur beim Auftreten von Komplikationen erforderlich, alle übrigen Schritte sollten von den Ehepartnern bewerkstelligt werden. Als Beispiel führte sie Holland mit 80% Hausgeburten an – mit der Hebamme als Betreuerin vor, während und nach der Geburt.
Allerdings: Ohne gezielte Vorbereitung sollte man nicht an eine Geburt herangehen. Als Hilfe stellte sie die Technik HypnoBirthing vor, die nach ihren ersten Versuchen vor 25 Jahren in Amerika immer weiter auf Europa und Österreich übergreift. „Ich arbeite mit Bildern“, zog Karina Thür im Vortrag einen Socken zu Hilfe, um die Kontraktionsbewegungen der Gebärmutter plausibel darzustellen. Das sei auch eine medizinische Information, die es ermögliche, negative Gedanken hinaus- und positive in das Unterbewusstsein hineinzubringen. Überaus wichtig: Auch das Loslassen, das Entspannen wird in konkreten Übungen durchgemacht, denn nichts ist für Mutter und Baby schlechter als Stress.
„Man muss den Frauen ihre Stärke bewusst machen“, nannte Karina Thür einen weiteren Pluspunkt des HypnoBirthing. Das „Ich fühle mich gut“ im Unterbewusstsein schaffe es auch, langwierige Geburten nicht als Belastung empfinden zu lassen.
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