27.10.2016, 10:36 Uhr

Groß St. Florian, Gemeinde im Mittelpunkt des Bezirkes

Vereint sind nicht nur Unterbergla und Groß St. Florian, sondern auch das Gemeinde-Team wird zur Einheit. Nicht im Bild: Edith Mandl. (Foto: Sagmeister)

Die Gestaltung des Ortskernes von Groß St. Florian ist das große Thema.

GROSS ST. FLORIAN. Groß St. Florian erfreut sich einer noch intakten Infrastruktur mit vier Ärzten, einer Apotheke, einem bunten Branchenmix und einer lebendigen Wirtshauskultur. Stolz ist man auf über 120 aktive Gewerbebetriebe, die rund 1.000 Arbeitsplätze bieten. Außerdem besteht ein breites Bildungsangebot: Der Kindergarten in Unterbergla verfügt derzeit über eine Gruppe, allerdings gibt es bereits die Genehmigung für eine zusätzliche, alterserweiterte Gruppe. Im Kindergarten Groß St. Florian mit drei Gruppen steht mit 1. November ein Wechsel an: Reingard Köberl gibt die Leitung an Stefanie Theisl ab. Volksschule und NMS sowie die Musikschule tragen ebenso zum Leben in der Marktgemeinde bei wie die überaus regen Kultur- und Vereinsaktivitäten. Auch das Betreute Wohnen der Caritas ist derzeit voll ausgelastet.
Laut Bgm. Alois Resch ist die Zusammenlegung mit der Gemeinde Unterbergla gut gelungen: "Wir haben ja schon zuvor in Verbänden gut miteinander kooperiert, sodass diese Fusion ohne größere Schwierigkeiten erfolgt ist." Allerdings ist jetzt das Platzangebot im alten Gemeindeamt schon sehr eingeschränkt, weshalb ein kompletter Rathaus-Neubau im Bereich der Raiffeisenbank angedacht ist, um dort auch den ehemaligen Postplatz wieder zu beleben. Außerdem wird derzeit intensiv über eine Ortskernentwicklung nachgedacht. Dazu sind allerdings markante Eingriffe im Ortsbild geplant, weshalb auch das 200 Jahre alte "Huber Haus" in die Schlagzeilen gekommen ist. "Fakt ist, dass das Haus von den ursprünglichen Eigentümern heuer im Frühjahr verkauft worden ist. Allerdings hat der nächste Besitzer dieses Haus an die Gemeinde abgetreten", erklärt Bgm. Alois Resch und ergänzt, dass man nicht vorhabe, das Haus zu erhalten. Man wolle hier vielmehr Platz für die Ortskerngestaltung schaffen, um das verkehrstechnische Nadelöhr und die Parkplatzsituation im Zentrum zu entschärfen.

Marktleben erhalten

"Wir wollen mit dieser Ortskerngestaltung das Marktleben erhalten, bevor eine Abwanderung droht", erklärt Resch seine Intention. Ein großer Brocken ist die anstehende Revision des Flächenwidmungsplanes infolge der Gemeindefusion und vor allem durch die neuen Gegebenheiten im Zuge des Koralmbahn-Baus mit Bahnhof Weststeiermark. Die Vorbereitungen für dieses mehrere Jahre in Anspruch nehmende Projekt sind angelaufen. Studenten der BOKU Wien befassen sich unterstützend in diesem Herbstsemester mit der Zukunft des Gemeindegebietes.

Zum Bahnhof

Die Marktgemeinde Groß St. Florian ist nicht nur der geografische Mittelpunkt im Bezirk Deutschlandsberg sondern wird durch die Installierung des Intercity-Bahnhofes "Weststeiermark" im Zuge des Ausbaus der Koralmbahn im Bereich Unterbergla auch verkehrstechnisch in den Mittelpunkt gerückt. Dadurch ergeben sich neue Chancen für eine gut dtrukturierte Siedlungs- und Wirtschftsentwicklung im gesamten Laßnitztal.
Neue Erreichbarkeitsverhältnisse und Standortpotenziale eröffnen Spielräume in der Raumordnung, die von regionaler Bedeutung sind, wie schon im Regionalen Entwicklungskonzept Laßnitztal festgehalten.
Eine leistungsfähige Schienen- und Straßeninfrastruktur ist eine wichtige Basis für die wirtschaftliche Entwicklung der Region Süd-West-Steiermark.
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