31.08.2014, 20:25 Uhr

„Jazz at it`s best“- auch in der Ölmühle

City Jazz mit den "Becwar`s"
Rassach: City Jazz in der Ölmühle |

„Jazz &Suppentopf“

Jazz vom Feinsten -von Armstrong bis Sinatra&Musica Italiana- boten Robert Horvath, Christian Schranz und Friedrich Plank - kurz CJ (City Jazz) Band - am Sonntag, 31. August in der Ölmühle Herbersdorf in der überdachten Laube den Besuchern. Und obwohl das Wetter – wie so oft- nicht das anregendste zu einer „Matinee“ in Sachen Jazz war, nahmen die Besucher dieses musikalische Gustostückerl gerne an.
Und natürlich war die bekannte, kleine Ölmühle, die sich in der Kulturszene bereits einen großen Namen gemacht hat, wieder im Mittelpunkt des Interesses.
Die Ölmühle von Ulli und AltBgm Gernot Becwar in Herbersdorf ist eine der kleinsten und ältesten Mühlen in der Steiermark. Die überaus bemühten Mitarbeiter sorgen beim Trocknen, Mahlen, Kneten und Rösten für die ausgezeichnete Qualität des Steirischen Kürbiskernöles. Die Hauptarbeit ist die Lohnpressung für die Bauern aus der Umgebung. Im Verkaufsraum findet man neben dem x-fach prämierten Steirischen Kürbiskernöl die Schilcherlandspezialitäten und die Produkte der Genussregionen. Im einzigartigen über 600 Jahre alten Gewölbekeller werden die Gäste mit den besten Weinen der Region und den Spezialitäten aus dem Schilcherland verwöhnt.
Zur Geschichte des Schlosses kann man anführen, dass die Herbersdorfer „Wildoner Dienstmannen“ waren, die hier im 12. Jahrhundert einen Wehrbau errichteten. Die in Herbersdorf lebende Linie der Wildoner starb schon im 14.Jahrhundert aus und vererbte ihr Gut an die kinderreichen Lemsitzer. Schließlich verkauften die Lemsitzer an die Retzer. Die Witwe des Sohnes von Georg Retzer verkaufte das Anwesen 1575 an die Eggenberger. Seifried von Eggenberg ließ an Stelle des Wehrbaues das prächtige Schloss bauen. In der Folge wechselte Schloss Herbersdorf mehrmals den Besitzer bis schließlich Johann Gabriel Freiherr von Maschwander 1648 das Schloss dem Stift Stainz verkaufte.
Das Stift zeigte wenig Interesse an dem Schloss, ließ es sowie den Meierhof verfallen. Als nach Aufhebung des Stiftes 1786 auch Herbersdorf Staatsherrschaft wurde, war das Schloss in einem trostlosen Zustand und wurde 1797 nach dem Abbruch von einem Josef Muchitsch erworben. Die Bauern der Umgebung holten sich hier begehrte Baumaterialien. In der Urkunde steht, dass statt des ehemaligen Schlosses eine „Keusche“ - das heutige Anwesen - mit Schweinstratten (Schweinehof) errichtet wurde. Seit dieser Zeit ist es im Familienbesitz. Die schönen Sandsteinfiguren - Heiliger Augustinus, Heilige Katherina - stehen bei der Riegelanderlkapelle in Herbersdorf, die Immatriculata beim Anwesen Treiber und eine Marienstatue ziert den Hauptplatz in Stainz.
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