12.02.2018, 10:47 Uhr

KOBV-Unterstützung für hörgeschädigten Buben

Bei der Spendenübergabe: Johann Novak, Obmann des KOBV, Adi Allesch sowie Bgm. Andreas Thürschweller mit Bianca und Roland Zmugg. (Foto: Franz Krainer)

In einer Familie in Eibiswald wird das alltägliche Leben durch Gehörschädigungen bei drei Familienmitgliedern erschwert.

EIBISWALD. Viele Schicksale spielen sich in unmittelbarer Umgebung, oft unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit ab. Selbstverständliche Dinge wie ein Telefongespräch, die Unterhaltung mit anderen Menschen oder der tägliche Einkauf werden zur Hürde, wenn z. B. eine Störung des Gehörs vorliegt. Ein Gen-Defekt beim Papa Michael, eine medizinisch nicht erklärbare Vererbung bei den Kindern Karina und Rolandund plötzlich wird das tägliche Leben der Familie Zmugg in Eibiswald enorm schwierig. Roland Zmugg musste ein Implantat am Kopf eingepflanzt werden, damit er mit Hilfe technisch aufwendiger und vor allem teurer Hilfsmittel ein halbwegs normales Leben führen kann. „Allein mehr als 1000 Spezialbatterien (alle zwei Tage müssen sechs Batterien getauscht werden) für die Hörhilfen an beiden Ohren verschlingen jährlich große Summen, die von der Sozialversicherung nicht ersetzt werden,“ erzählt Mama Bianca, die in einem Gasthaus als Bedienung arbeitet.


Unterstützung in mehrfacher Form

Dieser Tage bekam die Familie Besuch von Eibiswald Bürgermeister Andreas Thürschweller und dem Vorstand des Kriegsopferverbandes Eibiswald, der sich für die Unterstützung in solchen Härtefällen einsetzt. „Echte Kriegsopfer sind 73 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs gottseidank selten geworden, seit 1973 wurde unser Statut auch auf die Unterstützung von Mitbürgern bei besonderen Härtefällen erweitert!“ berichtet Obmann Johann Novak, der zusammen mit Finanzreferent Adi Allesch aus der alljährlichen Haussammlung des KOVB einen namhaften Betrag für den kleinen Roland bereitstellte. Auch Bürgermeister Andreas Thürschweller stellte sich mit einem beachtlichen Betrag ein, freute sich mit der Familie, die dankbar für jede Unterstützung ist. „Wir dürfen niemals den Blick auf Menschen verlieren, die in unserer Gesellschaft benachteiligt sind und die unsere Hilfe so dringend benötigen“, so der Ortschef. Bewundernswert bleibt, mit welcher Gelassenheit Bianca Zmugg die Betreuung von drei gehörgeschädigten Familienmitgliedern neben ihrer Arbeit als gewaltige Aufgabe meistert: „Trotz allem sind wir eine glückliche Familie. Die Herausforderung ist zwar groß, doch ich möchte alles tun, um unser gemeinsames Leben so normal wie nur möglich zu gestalten!“

Franz Krainer
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