20.10.2014, 17:39 Uhr

Kunst an allen Ecken und Enden in Wies

Fotograf Christian Koschar stellt im Theater im Kürbis aus.
Wies: Kunst-Ort |

Eine Entdeckungsreise rund um die „Kunsttürme von Wies“

Die erste Vernissage ging schon am Vormittag in Szene, doch der Schwerpunkt des Wieser Kunsttags 2014 lag am Abend. Mit einer Reihe von Vernissagen und grenzüberschreitenden Projekten mit Slowenien machte Wies seinem Namen als „Kunst-Ort“ alle Ehre. Als Katalysator im erfolgreichen Netzwerk von Kunst, Schule, Wirtschaft und Marktgemeinde fungierte einmal mehr die Kulturinitiative Kürbis. „Ein schöner Tag beginnt und endet mit Kunst“, resümierte der Wieser Bürgermeister Josef Waltl in der Nachbetrachtung.


(jf). Der Wieser Kunsttag 2014 war facettenreich und ein voller Erfolg. Von der Vernissage im Theater im Kürbis, wo Christian Koschar das Foyer mit neuen Fotoarbeiten, die in Wien und in der Region entstanden sind, bespielt, über die Schlosstenne Burgstall, wo der Künstler Wolfgang Temmel mit der 4.b-Kreativklasse der NMS/HS Wies ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum realisiert hat, bis hin zum Atelier im Schwimmbad, wo das große Finale stattfand, reichten die Schauplätze.
In der zweiten Hälfte seiner Jahresausstellung – der erste Teil stand Italien im Mittelpunkt – fokussiert der Eibiswalder Christian Koschar mit seiner Spiegelreflexkamera auf bekannte und weniger bekannte Orte in Wien und in der Region an. Beobachtung und Handwerk sind dem Berufsfotografen, der aus dem Umfeld des Kürbis kommt, sehr wichtig. Christian Koschar: „Ich bin ein klassischer Beobachter und versuche, einen eigenen Blick auf die Dinge zu werfen!“

"Kunst ist ein Lebensmittel!"

Wolfgang Temmel

Künstlerisch betreut von Wolfgang Temmel, haben Mädchen und Burschen der 4.b-Kreativklasse der NMS/HS Wies aus den alten Betonsilos bei der Schlosstenne Burgstall zu Orientierungstürmen für den aufstrebenden Kunst-Ort Wies gemacht. Bei der Umsetzung mit Pinsel und Farbe stand der Maler Hubert Wolf einen Tag lang kostenlos mit Rat und Tat zur Verfügung. Kunst, Schule, Wirtschaft und Gemeinde kooperierten. Und Wolfgang Temmel, dem es gelungen ist, die Jugend mit Kunst zu „infizieren“. „Die Kinder nehmen das Erlebnis, hier ein Kunstwerk geschaffen zu haben, mit ins Leben“, so der Wieser Bürgermeister Josef Waltl.

Das Atelier im Schwimmbad wurde zum „Kunsttempel“.

Kunst-Schauplatz war gleichermaßen das Atelier im Schwimmbad. Hier wechselten sich Ausstellungen, Ton- und Klangkunst ab. Die gemeinschaftlichen Projekte der Kulturinitiative Kürbis und Künstler aus Slowenien lenkten großes Interesse auf sich. Viel Aufmerksamkeit wurde auch der Ton-Kunst von Daniel Wetzelberger geschenkt.

Alle Fotos: Josef Fürbass
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