12.06.2017, 11:21 Uhr

Neue App hilft, Kinderunfälle zu vermeiden

Überzeugt von der neuen App: Alexander Lerch, Eveline Jöbstl, BH Helmut-Theobald Müller, Sabine Distl, Andreas Sammer, Heribert Uhl und Holger Till (v.l.). (Foto: Große schützen Kleine)

Mit der App "Schooltastic Safe Kids" soll die Kindersicherheit spielerisch erhöht werden.

Rund 166.000 Kinder verunfallen jährlich in Österreich so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Der Verein "Große schützen Kleine" und Mitglieder der "KinderSicheren Bezirke" Deutschlandsberg, Leibnitz und Voitsberg haben sich aus diesem Grund mit dem Zivilschutzverband Steiermark und der Firma "FameL" zusammengetan: Gemeinsam wurde eine App entwickelt, mit deren Hilfe Kindern, Jugendlichen und ganzen Familien Sicherheitsthemen spielerisch eingeprägt werden sollen.

Verwendung in Schulen

„Schooltastic Safe Kids“ heißt die mobile App, die kostenlos im App Store und Play Store zum Download verfügbar ist. Das Programm kann nicht nur privat, sondern auch im Unterricht genutzt werden. Bereits 230 Schulen in ganz Österreich verwenden das System. Die App bietet auch Vorbereitung auf Kindersicherheitsbewerbe, wie Sicherheitsolympiade in Frauental am 24. Juni oder die Safety-Tour des Zivilschutzverbandes. Bewegungsübungen sind bei "Schooltastic Safe Kids" ebenso in den Spielablauf integriert, wie Alexander Lerch, Geschäftsführer der Entwicklerfirma "FameL", erklärt: "Die Kinder können durch Bewegung ihr Aufmerksamkeitspotential besser entfalten, leichter lernen und sich das Gelernte leichter merken. Bewegungsspiele helfen dabei, sich zu entspannen, mehr Spaß beim Lernen zu haben, gesünder zu leben, aktiver zu werden und vor allem schon im Kindesalter ein gesundes Körperbewusstsein zu entwickeln.“

KinderSichere Bezirke im Team

Die Fragen und Antworten zur Kindersicherheit und Unfallvermeidung wurden vom Verein "Große schützen Kleine" in Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen,
der Polizei, Vereinen und Institutionen aus den "KinderSicheren Bezirken" entwickelt. Den Anstoß dazu gab Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller, der auch Co-Vorsitzender des "KinderSicheren Bezirks" Deutschlandsberg ist und die Idee zur Sicherheitsolympiade für Groß und Klein hatte. "Ich danke allen sehr herzlich, die zur Entstehung der App beigetragen haben", so Müller. "Und ich hoffe, dass sie bald auf tausende begeisterte Nutzer verweisen kann.“ Federführend in der Entwicklung waren außerdem Sabine Distl, Projektleiterin der „KinderSicheren Bezirke“ beim Verein "Große schützen Kleine" sowie die Lenkungsausschussmitglieder der "KinderSicheren Bezirke", Eveline Jöbstl, Leiterin des KneippKindergartens Frauental und Mitorganisatorin der ersten Sicherheitsolympiade sowie Heribert Uhl,
Geschäftsführer des Zivilschutzverbandes Steiermark. Andreas Sammer, Arzt am LKH Wagna und Lenkungsausschussmitglied des "KinderSicheren Bezirks" Leibnitz, war maßgeblich an der Entwicklung der Bewegungsübungen für „Schooltastic Safe Kids“ beteiligt. Holger Till, Präsident des Vereins "Große schützen Kleine" und Vorstand der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie, nennt das Ziel der App:
„Unfallgefahren in den verschiedenen Lebenswelten und das entsprechende Verhalten zur Unfallvermeidung sollen auf spielerische Art und Weise erlernt werden. Zudem sollen Kinder und auch Erwachsene für einen achtsamen Umgang miteinander sensibilisiert werden."
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