12.11.2017, 18:09 Uhr

ÖGB-Frauen - Equal Pay Day 2017: Gleichheit zwischen Männern und Frauen

Verteilaktion bei der Bildungsmesse in Deutschlandsberg - ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Anita Ledinski mit ihrer Stellvertreterin Sigrid Riegler und der ÖGB-Landesfrauensekretärin Yasmin Fakur im Gespräch mit Bezirkshauptmann Theobald Müller und Sabine Vock ,ZAM Deutschlandsberg (Foto: KK)

In Österreich verdienen Frauen nach wie vor weniger als ihre männlichen Kollegen – heuer aktuell um 21,7 Prozent weniger, somit fiel der diesjährige EPD auf den 13. Oktober und Frauen arbeiten statistisch gesehen 80 Tage im Jahr gratis.

In der Steiermark beläuft sich der Einkommensunterschied sogar auf 22,9 Prozent und der EPD fiel damit schon auf den 9. Oktober. Bei der Verteilaktion in Deutschlandsberg machten die ÖGB-Frauen mit ihrer ÖGB-Regionalfrauenvorsitzenden Anita Ledinski, sowie ihrer Stellvertreterin Sigrid Riegler und ÖGB-Landesfrauensekretärin Mag.a Yasmin Fakur auf ihre Forderungen aufmerksam.

Erfolge und ein großes „Aber“

Frauen bekommen heute mehr für ihre Arbeit bezahlt als noch vor zehn Jahren. Gerade Verbesserungen in den Kollektivverträgen, die von der Gewerkschaft mit ausverhandelt werden, tragen hier entscheidend zum Fortschritt bei. Ein Grund zum Jubeln ist das aber noch lange nicht, meint  ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Anita Ledinski, weil auch weiterhin ungleiche Löhne und Gehälter bezahlt werden. 
Die Einigung auf einen Mindestlohn von 1.500 Euro war ein erster wichtiger Schritt, um Frauen die in Niedriglohnbranchen arbeiten zu unterstützen. Für ein selbstbestimmtes Leben ohne Armutsgefährdung braucht es aber einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.700 Euro, davon profitieren nicht nur Vollzeit- sondern auch Teilzeitbeschäftigte, denn steigende Mindestlöhne bedeuten steigende Stundenlöhne und höhere Pensionsversicherungsbeiträge – und damit später auch höhere Pensionen. Das ist besonders für Frauen wichtig, die deutlich häufiger von der Altersarmut betroffen sind.

„Vollgas statt Schneckentempo“

Das fordert die Vorsitzende der ÖGB-Frauen, damit man dem Ziel einer echten Gleichstellung näherkommt. Daher erneuern die Gewerkschafterinnen ihre Forderungen, Einkommensberichte auch in kleineren Betrieben vorzusehen, das Angebot an Kinderbildungs- u. betreuungseinrichtungen zu verbessern und zu erweitern. Auch ein Rechtsanspruch auf einen Papamonat wäre schon längst fällig, meinen die ÖGB-Frauen. 

Text: Josef Strohmeier
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