17.08.2016, 12:54 Uhr

Radteam Lannach auf dem Stilfserjoch

Das Radteam Lannach mit fünf Allinger Radlern bei ihrer großen Ausfahrt zum Stilfserjoch. (Foto: Radteam Lannach)

Das Radteam Lannach hat kürzlich das Projekt „Stilfserjochbezwingung“ in Angriff genommen.

LANNACH. Nach monatelangen Vorbereitungen war es kürzlich soweit. Das Radteam Lannach startete in das Projekt „Stilfserjochbezwingung“. Schon seit Längerem geisterte in den Köpfen der RTL-Mitglieder die Idee herum, endlich einmal das für jeden Radler imposante Stilfserjoch zu bezwingen. Ein Unterfangen, das sich leichter anhört als auszuführen ist. Gilt es doch nicht nur die große Anzahl an Mitgliedern terminlich abzustimmen, nein auch das passende Hotel, der ideale Zeitpunkt und das entsprechende Wetter mussten gefunden werden. Hauptkriterium waren aber sicherlich das bereits angesprochene „Wetter“ und die lange Anreise nach Prad in Südtirol. Täglich wurden die Wetterprognosen begutachtet und mit dem Hotel Rücksprache gehalten. Nichts desto trotz fasste man letztendlich den Entschluss, das Wagnis einzugehen. So versammelten sich neun RTL-Radler und eine Begleitperson, um sich auf den Weg zu machen. Immerhin stand eine 8-stündige Anreise bevor.

Wetter verzögerte die Auffahrt

War am eigentlich geplanten Tag X das Wetter leider nicht sehr einladend (Regen; daher stand eine Zugfahrt und der Besuch in Meran auf dem Programm), konnte man am nächsten Tag Gott sei Dank das Stilfserjoch in Angriff nehmen. Gemeinsam mit den fünf Allinger Radlern ging es den rund 25 km langen, teilweise sehr steilen (15 % und mehr), Anstieg bergauf. Anfangs noch bei etwas kühlen Temperaturen war es bereits bei den ersten Kehren „angenehm“ warm. Hervorragend betreut von unserem Begleitauto kamen wir nach insgesamt 48 Kehren alle wohlbehalten „oben“ am leicht verschneiten Stilfserjoch mit einer Höhe von 2.757 m ü. M. an, dem somit höchsten Gebirgspass in Italien und nach dem Col de I`lseran der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass in den Alpen. Das Stilfserjoch verbindet Bormio im Veltlin, Lombardei, mit Prad im Vinschgau, Südtirol. Die Panoramastraße im Ortlergebiet ist die höchste Passstraße Italiens und eine der beeindruckendsten Straßen weltweit. Die Planung dieser Verbindung zwischen dem Veltlin auf der einen und dem Vinschgau in Südtirol auf der anderen Seite war eine großartige Pionierleistung, die unter Kaiser Franz im Jahre 1818 begann. Nur sieben Jahre später wurde die Straße in Betrieb genommen und um 1900 für den Automobilverkehr ausgebaut.
Nach einer längeren Verschnaufpause, die auch für den Kauf von Souvenirs genützt wurde, ging es bergab über den Umbrailpaß bis nach Santa Maria (Schweiz) – Münster – Taufers – Glurns – Schluderns – Spondinig wieder bis nach Prad. Nach einem gemeinsamen Abendessen und vielen interessanten Gesprächen über das am Tag „Erlebte“ ging es am nächsten Tag wieder ab nach Lannach, ohnehin nur eine 8-stündige Autofahrt.
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