31.05.2017, 20:48 Uhr

Rassacher Volksschüler beim Waldglasmuseum

Dieser Holzstoß war für die Produktion von einem Kilo Waldglas erforderlich
Sommereben: Waldglasmuseum |

Heimatforscher Karl Dudek führte die Dritt- und Viertklässler.

„Die Wanderung passt gut zu unserem Zwei-Jahre-Projekt, das sich mit Wald, Wild und Ökologie auseinandersetzt“, fand Direktor Dieter Uhl den Tag in der freien Natur als willkommene Abwechslung.

Geführt wurde die Gruppe von Heimatforscher Karl Dudek, der Kinder, Lehrer und Eltern bei der Hahnhofhütte in Empfang nahm. „Ihr sollt etwas davon haben“, ermunterte er die Volksschüler/innen, allfällige Fragen sofort zu stellen. Erste Station des Fußmarsches: der Hahnhof. „Hier“, deutete Dudek auf die Mauerreste, „stand einst das Gasthaus, das zu Silvester 1945 abbrannte.“ Weiter ging es auf dem geschichtsträchtigen Boden vorbei am Malteser-Forsthaus, dem Schusterbauer-Kogel und der Dorner-Mühle, bis die Glaserwiese mit ihren Konturen einer früheren Glasanlage auftauchte.

Nicht mit Konturen mussten sich die Schüler im Museum Waldglashütte zufrieden geben, der freigelegte Glasofen zeigte sich in aller Offenheit. „Das war der Schürbereich“, trat der Heimatforscher vor den Steinbau, um in der Folge Hochtemperaturbereich, Hafenbank, Lüftungslöcher und Kühlanlage zu erklären. „Da waren echte Künstler am Werk“, informierte er, dass hochwertiges Glas für das Chorherrenstift Stainz produziert wurde.

Im Obergeschoß belegten Fundstücke das Gesagte. Farbglas, Stempel, ziselierte Werkstücke und hochempfindliches Feinglas waren in den Vitrinen zu sehen. Auffällig auch das Gebäude: Das Museum wurde aus Holz ohne Verwendung von Nägeln und Schrauben errichtet.
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