01.11.2017, 20:35 Uhr

Reformationsgottesdienst in der Friedenskirche Stainz

Alle Gottesdienstbesucher waren zur Kommunion eingeladen
Stainz: Friedenskirche |

Nach der Messe luden das Pfarrerteam zur Agape.

Mit dem von Pfarrer Andreas Gerhold und Pfarrerin Sabine Maurer zelebrierten Reformationsgottesdienst am vergangenen Dienstag in der Friedenskirche Stainz wurde jenes Tages vor fünfhundert Jahren gedacht, an dem Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte. Exakt in diesem Sinn war der Gottesdienst ausgerichtet, der von Organistin Kathrin Diwiak und vom Singkreis Stainztal unter der Leitung von Franz Ganster umrahmt wurde.
Nach Lesung und Evangelium sprachen die beiden Geistlichen in ihrer Predigt vier Impulse an. Zunächst den vermeintlichen Widerspruch Bibel und Bildung, der sich aus der Seligpreisung „Selig die Armen im Geist“ herauslesen lassen könnte. „Jesus gibt Zeit für Bildung“, rückte Andreas Gerhold die Sichtweise des evangelischen Bildungsprinzips zurecht, das er als Gegenpol zum Populismus und als Menschenrecht bezeichnete. Ähnlich bestimmt seine Aussage zu den Themen Glaube und Wahrheit. „Gott ist alles in allem“, arbeitete er die Friedfertigkeit heraus, welche die Welt dringend braucht.
Der – wenigen - Bilder und der – schlichten - Ausgestaltung von evangelischen Kirchen nahm sich Sabine Maurer als Impulse an. „Oft war es den Umständen geschuldet“, erklärte sie die in Österreich einfache Ausstattung mit dem Fehlen von Geld und Zeit. Der tiefe Sinn sei aber wohl, Verehrung nicht den Bildern, sondern ausschließlich Gott zukommen zu lassen. Diese Sicht wurde im Laufe der Reformation adaptiert, Bilder wurden als Inszenierung des Programms verwendet. Mit Bildern vermag man komplexe Inhalte oft leichter als mit Worten zu erklären.
Nach der Kommunion, den Fürbitten und dem gemeinsamen Vater unser lud Pfarrer Andreas Gerhold alle Messbesucher zu einer Agape in das Pfarrhaus ein. Der Singkreis Stainztal ging – buchstäblich – mit gutem Beispiel voran: Masithi! Lasst uns singen!
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