04.06.2017, 10:17 Uhr

Rosentage am "Lukashof" in Grafendorf

Rosen, Rosen, Rosen, so weit das Auge reichte
Grafendorf bei Stainz: Lukashof |

Dagmar und Alois Högler betreuen 1.500 Rosenstöcke.

„Wer kommt mit auf den Rundgang?“, sorgte Dagmar Högler gleich für lehrreich-informative Bewegung. „Wir pflücken die Blüten meist in der Früh“, zeigte sie auf eine schon auf Distanz wohltuend riechende Rosenhecke. Dabei: Daran wollen auch Rehe teilhaben und mit Trockenheit und Frost lauern weitere Gefahren. Zum Glück gibt es Sorten, die zwei Mal im Jahr blühen. Beim Pflücken werden die ganzen Köpfe gesammelt, die Blätter werden erst für die Verarbeitung abgetrennt. Wie werden Rosen gedüngt? Mit Brennnessel-Jauche.

„Die Rambler-Rose klettert sehr gut“, weist die Führerin auf ein verwachsenes Wirtschaftsgebäude hin, das vor lauter Bienen deutlich hörbar summt. Auf Phantasie und Kreativität der Züchtungstradition wiesen wohlklingende Namen wie Bourbon Queen, Thérèse Bugnet oder Geores Bruani hin, die sich im Heer der rund 1.500 Rosenstöcke finden.

Auch betrachtenswert: die Streuobstwiese (eine ideale Weide für Bienen, Käfer & Co.) des Högler‘schen Anwesens. „Unsere Apfelbäume wurden jüngst von der Arche Noah katalogisiert“, verriet Dagmar Högler, dass die alte Sorte Oderling in das Sortenblatt aufgenommen wurde.

Nach dem Rundgang verriet die Rosenfreundin Tipps zur Verarbeitung von Rosenblättern im Wege der Destillation mit Wasser. „Wir verwenden 1/3 Rosenblüten und 2/3 Wasser“, wies sie besonders auf die Sauberkeit im Arbeitsgang hin. Das volle Aroma der Öle, Hydrolate und Essenzen stellt sich nach etwa vier bis sechs Wochen Lagerung ein.
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