22.11.2017, 08:35 Uhr

Sanfte Hügel und Transparenz in St. Stefan ob Stainz

St. Stefan ob Stainz hat nicht nur mit seinen Weinbergen und sanften Hügeln einiges zu bieten. (Foto: By Josef Moser (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons)

In der Schilchergemeinde St. Stefan ob Stainz tut sich einiges, wie Bürgermeister Stephan Oswald bald zu berichten weiß.

Vieles neu machte die Gemeindefusion vor mittlerweile fast drei Jahren in manchen Orten. In St. Stefan ob Stainz gab es 2015 zum ersten Mal drei Bürgerinformationsabende in den neuen Ortsteilen. Da diese Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung auch im Vorjahr sehr gut besucht waren und die Gemeinde St. Stefan ob Stainz einen Wert auf hohe Transparenz ihrer Arbeit legt, finden die Infoabende heuer zum dritten Mal statt. Wieder werden alle drei Ortsteile der Gemeinde versorgt: Am Mittwoch, dem 22. November, gibt’s im neu eröffneten Stieglerhaus in St. Stefan die erste Infoveranstaltung. In den eingemeindeten Orten Gundersdorf (23. November, Buschenschank Windisch) und Greisdorf (24. November, Buschenschank Höllerhansl) finden an den Tagen darauf die Bürgerinformationsabende statt. Beginn ist an allen drei Tagen um 19 Uhr.

Sanierung im Schulzentrum

Bürgermeister Stephan Oswald und die Gemeinderäte werden die Bürger dabei u.a. über die geplanten Baumaßnahmen im Schulzentrum informieren. Während der letzten Sommerferien wurden die Gebäude bereits auf den letzten Stand in Sachen Brandschutz gebracht, im kommenden Schuljahr werden Volksschule und NMS umfassend saniert. Im Erdgeschoss soll eine große Aula mit Kantine entstehen, darüber sind neue Säle mit modernen Lerninseln angedacht. Die Chemie- und Physiksäle werden auf den neuesten Stand gebracht. Im Turnsaal wird eine fixe Bühne und eine Kantine installiert, die Vereine und Schulen für Veranstaltungen nutzen können. Rund 500 Personen sollen dann im Turnsaal Platz haben. Der Baustart ist für die Sommerferien 2018 geplant. Auch die geplanten Straßensanierungen in der Gemeinde werden ein Thema der Infoabende sein. Bauprojekte von Privatunternehmern sind in der Schilcherlandsiedlung und in der Kastaniensiedlung, wo Wohnhäuser entstehen, in Arbeit.

Eine der schnellsten Revisionen

Außerdem wird der Flächenwidmungsplan, der nach der Gemeindefusion überarbeitet werden musste, behandelt werden. Seit der Gemeindefusion 2015 müssen sich die zusammengelegten, neuen Gemeinden mit einer Revision des Flächenwidmungsplans beschäftigen, um die örtliche Raumplanung neu zu gestalten. Bis 2020 haben alle steirischen Gemeinden noch Zeit, den neuen Flächenwidmungsplan 1.0 an die nun bestehenden Grenzen anzupassen. Auch das örtliche Entwicklungskonzept muss bis dorthin neu erstellt werden. Einer der schnellsten Gemeinden in der Steiermark ist bei dieser Revision ganz sicher St. Stefan ob Stainz. Eine Auflage wurde im Gemeinderat heuer schon beschlossen, eine zweite fehlt noch. "Dafür haben wir im Gemeinderat leider noch keine Mehrheit erhalten", ärgert sich Bürgermeister Stephan Oswald. Er möchte diesen Prozess so schnell wie möglich und zur größten Zufriedenheit der Bürger abschließen. Im Sommer 2018 möchte die Gemeinde alles erledigt haben. Gespräche mit Baulandinteressierten wurden bereits geführt, deren Wünsche wurden zum Teil schon in die erste Auflage reingenommen. "Die noch fehlenden Aktualisierungen sollen in die geplante zweite Auflage einfließen", so der Plan von Bürgermeister Oswald. Für ihn ist die Arbeit seiner Gemeinde bei der Revision großteils erledigt. Eine Vorbeurteilung des Landes hat bereits stattgefunden, es würden nur mehr formale Auflagen fehlen, wie etwa der Beschluss im Gemeinderat.

Noch mehr Familienfreundlichkeit

Auch die "Familienfreundliche Gemeinde" wird 2018 ein Thema in St. Stefan sein. Knapp 350 Gemeinden aus ganz Österreich dürfen sich bereits so nennen, darunter Pölfing-Brunn, St. Martin, St. Peter, Schwanberg, Wies und die ehemaligen Gemeinden Limberg und Trahütten. Ab dem nächsten Jahr will auch St. Stefan ob Stainz dazugehören. "Bei uns wird Jugendarbeit in über 40 Vereinen betrieben, das wollen wir damit honorieren", erklärt Bürgermeister Stephan Oswald. Die Zertifizierung der "Familienfreundlichen Gemeinde" wird jährlich im Herbst vom Bundesministerium für Familien und Jugend vergeben. Um dieses Gütesiegel zu erhalten, muss die Gemeinde einen Katalog mit zahlreichen Punkten erfüllen, etwa müssen sich alle Generation aktiv an diesem Prozess beteiligen. Die Anmeldung ist seitens der Gemeinde der St. Stefan bereits erfolgt, das Land vergibt dafür eine Förderung. Dadurch entstehen außer dem personellen Aufwand keine Kosten für die Gemeinde, welche die Bevölkerung in St. Stefan stark in den Prozess einbeziehen will.

Verwaltung zusammenführen

Zumindest langfristig sollen auch die Verwaltungsräumlichkeiten der Gemeinde zusammengeführt werden. Derzeit befindet sich das St. Stefaner Bauamt noch im ehemaligen Gemeindeamt Greisdorf. In den nächsten Jahren möchte man das Bauamt mit den restlichen Räumlichkeiten zusammenfassen. Möglicherweise werden auch einige Räume mit der Ordination der Ärztin Nicole Deutschmann-Günes getauscht, die im Gemeindeamt eingezogen ist. Bei den Bürgerinformationsabenden in der nächsten Woche wird auch die Wassersituation in der Gemeinde, für die schon länger eine Infoveranstaltung angedacht war, behandelt. Die Verantwortlichen der Gemeinde werden an allen drei Abenden natürlich auch für Fragen der Bevölkerung bereit stehen, darüber hinaus wird Bezirkspolizeikommandant Helmut Zöhrer über das Polizeiprojekt „Gemeinsam.Sicher“ referieren.
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