12.07.2017, 11:44 Uhr

Sicher ohne Verunsicherung

Bezirkspolizeikommandant Helmut Zöhrer setzt sich ein. (Foto: KK)

Im Bezirk Deutschlandsberg sank die Anzahl an Kriminalitätsdelikten von Jänner bis Mai 2017 deutlich.

BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG. Auch anderslautenden Unkenrufen zum Trotz: In der Steiermark ist die Zahl der Straftaten gesunken. So gab es von Jänner bis Mai 2017 um 5,9 Prozent weniger angezeigte Fälle als im selben Zeitraum 2016. Damit verzeichnet unser Bundesland sogar einen stärkeren Rückgang als Gesamtösterreich (-5,0 Prozent). Diesen positiven Trend zeigen die aktuellen Daten aus der Kriminalstatistik des Innenministeriums. Auch die Aufklärungsquote der Polizei liegt mit 48,4 Prozent über dem österreichischen Schnitt.
Fakt ist auch, dass sich die Sicherheitslage ändert, sprich neue Arten der Kriminalität erfordern auch neue Ansätze bei Prävention und Aufklärung: „Es gilt die Sicherheitspolitik laufend an die tatsächlichen Anforderungen anzupassen", meint dazu Karl Lackner, Klubobmann der steirischen ÖVP, und ergänzt: "Dazu konnten wir im Landtagsklub unlängst sehr gute Gespräche mit Innenminister Wolfgang Sobotka führen. Dass es in manchen Bereichen auch Anstiege von bestimmten Delikten gibt, ist Fakt – Grund zur Verunsicherung besteht jedoch nicht. Die Sicherheitsbehörden reagieren rasch und konsequent.“


Im Bezirk Deutschlandsberg

So sind die Sachbeschädigungen um 28 Fälle (-28%) auf 72, die Verbrechen, also Diebstähle durch Einbruch oder mit Waffen, um 32 (-45,1%) auf 39 zurückgegangen. Auch bei den schweren Verbrechen (Diebstähle durch Einbruch oder mit Waffen) ist ein Rückgang um 29 (-65,9%) auf 15 Fälle zu verzeichnen. Außerdem gab es im Bezirk Deutschlandsberg einen deutlichen Rückgang an Delikten im Bereich des schweren Diebstahls. Im Vergleichszeitraum gab es um 100 % (-7 Fälle) weniger solcher Delikte. Allerdings gab es im Vergleichszeitraum mehr Körperverletzungs-Vergehen.


Ein sicherer Bezirk

Bezirkspolizeitkommandant Helmut Zöhrer bestätigt: "Der Bezirk Deutschlandsberg ist ein sicherer Bezirk, wofür wir uns auch sehr einsetzen. So sind zu Beginn des Vorjahres gleich mehrere Einbruchsdiebstahl-Serien erfolgreich aufgeklärt worden."
Auch die Fahrraddiebstähle sind weniger geworden, selbst jene gehäuften Vorfälle, die beim Bahnhof Wettmannstätten gemeldet worden sind. "Hier hat die Aktion "Gemeinsam.Sicher" bereits Wirkung gezeigt. Die ÖBB hat mit ihren Mitarbeitern ebenso sensibel regagiert wie wir von der Polizei mit zusätzlicher Bestreifung. Wichtig ist immer eine gute Absicherung der abgestellten Fahrzeuge", apelliert er an die Eigenverantwortung. Diese ist auch jetzt in der Urlaubszeit gefragt. "Um Einbrüchen vorzubeugen, ist der Eindruck eines unbewohnten Hauses zu vermeiden. Wenn also der Rasen gepflegt wird, die Post sich nicht vor der Haustür stapelt und vielleicht sogar über eine Zeitschaltuhr regelmäßig Licht einschaltet wird, ist schon einiges getan", gibt Zöhrer Tipps.


Zu "Gemeinsam.Sicher"

Entscheidende Elemente einer erfolgreichen Sicherheitspolitik sind neben den nötigen gesetzlichen Maßnahmen Prävention und Beratung. Mit 1. Juni 2017 wurde österreichweit die Initiative „Gemeinsam.Sicher“ gestartet. Es gibt 34 Regionen mit hauptamtlichen Sicherheitskoordinatoren – in der Steiermark sind dies Graz, Graz-Umgebung und Leoben (inkl. Bruck/Mur und Kapfenberg). Auf jeder Polizeiinspektion gibt es einen Sicherheitsbeauftragten. Polizei und Bevölkerung arbeiten gemeinsam daran, negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen oder erst gar nicht entstehen zu lassen.

Mehr zu diesem Thema unter www.meinbezirk.at
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.