02.12.2017, 15:22 Uhr

Sicherheit im Mittelpunkt – Wissen und Sicherheit für die Generation 60plus

Eine gut besuchte Veranstaltung im Sitzungssaal der Marktgemeinde: v.l. Bgm.Bernd Hermann, BI Cornelia Prattes, Gemeindekassier Michael Nebel, sowie KI Gerd Zenz

Im Rahmen des Projektes „GEMEINSAM.SICHER“ in Deutschlandsberg organisierte die Marktgemeinde Frauental gemeinsam mit der Polizeiinspektion Deutschlandsberg am Montag, dem 27. November eine sehr gut angenommene Informationsveranstaltung.

Dazu konnte Bgm.Bernd Hermann im Sitzungssaal des Gemeindeamtes neben den zahlreich interessierten BewohnerInnen als fachkundige Referenten die Sicherheitsbeauftragten Kommandantstv. KI Gerd Zenz, sowie BI Cornelia Prattes von der Polizeiinspektion Deutschlandsberg willkommen heißen.
Im Bezirk kann man sich durchaus sicher fühlen, wir haben eine geringe Krimminalrate, denn die Polizei ist für uns da. Bei dieser Informationsveranstaltung stehen Tipps und Tricks und Infos auf was man achten sollte im Vordergrund, so Bgm.Bernd Hermann.
Das bundesweite Projekt „Gemeinsam sicher in Österreich“ wurde im Vorjahr mit dem Ziel gestartet, um die Polizei näher zur Bevölkerung zu bringen. Aber auch die Zusammenarbeit mit Sozialeinrichtungen und Pflegeheime ist dabei ein wichtiges Kriterium.
Als zentrale Herausforderungen wären die Gewaltkriminalität, die Eigentumskriminalität, die Cyberkriminalität, sowie die Wirtschaftskriminalität zu nennen.

Gute Aufklärungsrate

Die Polizeiinspektion Deutschlandsberg kann in der Kriminalstatistik 2006-2016 auf eine Aufklärungsrate von 55,8% verweisen, was 10% über den Österreichwert liegt. Auch Autodiebstähle sind im Bezirk sehr gering.
Gerade in der Zeit wo es früh dunkel wird, ist die Gefahr von Dämmerungseinbrüchen groß. Neben Beleuchtung durch Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhren ist Nachbarschaftshilfe ein wertvoller Faktor. Wichtig ist dabei verdächtige fremde Personen bzw. Wahrnehmungen der Polizei zu melden, denn die Polizei ist auf Informationen angewiesen.
So sollte auch ein Urlaub nicht unbedingt im Facebook veröffentlicht werden, Haustüren beim Verlassen versperrt sein, keine Fenster kippen, sowie Leitern und Aufstiegshilfen wegsperren. Bei Einbau einer Alarmanlage kann sogar der kriminalpolizeiliche Beratungsdienst in Anspruch genommen werden.

Rückläufige Statistik

Weitere interessante Themen inkl. detaillierter Beispiele waren Internetbetrügereien, Sicher unterwegs, Sicher auf der Straße, Sicher beim Einkaufen, Vorbeugen im täglichen Leben, oder Verhalten bei Betreten des öffentlichen Raumes, sowie eine durchaus beachtliche Verkehrsstatistik. Gab es im Jahre 1972 österreichweit noch 2.948 Verkehrstote, so ist die Zahl im Jahre 2016 trotz steigendem Verkehrsaufkommen auf 432 gesunken. Auf Bezirksebene waren im Jahre 2016 zwei Verkehrstote zu beklagen. „Auch zwei Tote sind zuviel, Ziel ist „Vision Zero“ also keinen Verkehrstoten zu verzeichnen“ erörterte KI Gerd Zenz. Neben der steigenden Sicherheit bei Fahrzeugen trägt auch die Polizei maßgeblich an der positiven Entwicklung bei.
Trickbetrug, Enkel/Neffenbetrug, Einschleichdiebstahl, Verkauf minderwertiger Waren, sowie leere Gewinnversprechen bildeten weitere interessante Themen.
Anschließend konnte man sich noch persönlich Detailinformationen einholen, wobei die beiden Beamten in dankenswerter Weise für Fragen und Antworten noch zur Verfügung standen. Für alle Interessierten gab es noch Folder zum Nachlesen. Unter www.bundeskriminalamt.at/Prävention gibt es weitere wertvolle Informationen.

Text und Foto(s) : Josef Strohmeier
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.