05.01.2018, 09:31 Uhr

Stainzer Neujahrsgeiger auch ohne Geige überzeugend

2019 gibt es ein Wiedersehen (Foto: KK)
Stainz: Sierling |

Michael Ninaus & Co. pflegten einen alten Brauch.

Eine Geige fand sich nicht in der instrumentalen Ausstattung, dennoch nahmen Patrick Hierzer (Klarinette), Michael Ninaus (Harmonika), Christian Wallner (Flügelhorn) und Wolfgang Wallner (Bariton) für sich in Anspruch, als Neujahrsgeiger durch die Lande gezogen zu sein. „Wir haben im Großen und Ganzen unser Gebiet“, verriet Koordinator Michael Ninaus, dass die Gruppe die Ortschaften Gamsgebirg, Rassach, Sierling und Vochera besucht hat. Warum sich das Quartett den Hatsch bei Minustemperaturen, Schneefall und frischem Wind angetan hat? „Der alte Brauch soll gepflegt werden“, stellte Ninaus klar, dass den Musikanten der Kontakt mit den Menschen wichtig ist.
Der Ablauf ist hundertfach geprobt: Die Hausleute werden herausgebeten und mit dem Neujahrsgeigerlied begrüßt. In den einzelnen Strophen verpackt fanden sich die Wünsche für das neue Jahr. „Nur das Beste für‘n Hausherrn“, hieß es da im Text, der von Wortschöpfer Christian Wallner durchaus auch gesellig angelegt war: „Und hobt’s no wos übrig, schau’ma gern an Sprung hinein!“ Diesem Einkehrschwung verdankten Elena Spari und Anna Unterkofler ihren Job als Schofförinnen, denn für ein Selber fahren waren die Musiker bis zum Abend zu sehr abgelenkt.
Trotzdem: Gleich am ersten Tag ließ das Glatteis das Auto in den Graben rutschen und die Feuerwehr musste zur Bergung ausrücken. Im höher gelegenen Gamsgebirg machten die Vier auch Bekanntschaft mit Schnee. Eine Bekanntschaft der musikalischen Art gab es in Neudorf: Bei der Familie Edi Ruhhütl trafen die Musiker auf andere Neujahrsgeiger.
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