28.09.2014, 11:17 Uhr

Steirisches Peacekeeper-Treffen in der Schilchergegend

Die ehemaligen UN-Soldaten bei ihrem Treffen in der Schilchergegend- hier bei Becwar`s Olmühle Herbersdorf
Stainz: Peacekeeper trafen sich in Schilchergegend | Am Samstag, 27. September fanden sich nach bester Vorbereitung durch den Trahüttener Oberst a. D. Gerd Paulewicz und sehr zur Freude des Stainzer Oberstleutnants d.M . und Landesobmann der Steir. Peacekeeper HR Mag. Helmut Kreuzwirth, die steirischen Friedenskämpfer- und erhalter zu einem Treffen mit vielfältigem Programm ein. Unter den Kameraden war auch der ehemalige Kommandant des UN-Bataillons am Golan Oberst Max Pacher-Theinburg oder die UN-erfahrenen Vizeleutnante i. R. Siegi Rübenbauer oder Leo Pölzl, sowie auch Oberst d.M. Kurt Eberhart u.v.a
Mit seinem eigenen Oldtimer-Traktor fand sich Zugsführer d.Res. Walter Käfer ein, der von Wildbach zum 1. Treffpunkt - dem Stainzer Traktor-Oldtimermuseum angereist war. Das Traktor-Museum wurde mit viel Idealismus und persönlichen Einsatz der Mitglieder des Vereines Stainzer Oldtimerfreunde, die unzählige Stunden in die Errichtung und den Umbau eines alten Schweinestalles zu einem Stellplatz für alte Traktoren investierten, errichtet. Im gesamten Areal sind ungefähr 130 Traktoren, das heißt 29 Traktormarken aus verschiedenen Ländern, zu bestaunen. Viele Stücke wurden liebevoll und originalgetreu restauriert und so wieder zu neuem Glanz verholfen. Diese können jetzt aneinandergereiht in den Hallen von den Besuchern bestaunt werden.
Es sind Traktoren ab dem Baujahr 1928 bis 1965 im Museum zu besichtigen. Das sind z. B.: Deutz, Kramer, Lindner, Steyr, Warchalowski, MAN, Lanz, Fendt, Jess, Güldner, Ford, Hürlemann, Bürher, Alpina, Normag, Bautz, u.v.m. Die Mitglieder des Vereines sind bestrebt, diese Fahrzeuge für die Nachwelt zu erhalten und zugänglich zu machen.
Die nächste Station war rein der Kulinarik gewidmet, es ist dies die Olmühle von AltBgm RR Gernot Gernot Becwar, der mit seiner Ing. Ulrike in Herbersdorf immer wieder für einen gewaltigen Zustrom an Interessierten sorgt. Und am Tag vor dem Erstpressfest konnte Gernot Becwar als Obmann der "Ölspur" die Geschichte, Eigenart und die gesundheitlichen Auswirkungen vom steirischen Kürbiskern bis zum praktischen Herunterfließen des "Grünen Goldes" (natürlich mit "Kürbiskernöltunken") überaus lebendig darbringen, sodass alle schon ungeduldig auf das Servieren der Kürbiskernöleierspeis oder "Kernölschmölzi" zusammen mit dem Genuss von Langmann-Schilcher warteten. Und keiner der Gäste bereute sein Kommen.
Weiter ging es im Programm mit der Fahrt mit dem legendären Flascherlzug, dessen Geschichte wiederum unweigerlich mit dem "Wunderdoktor Höllerhansl" verbunden ist. Der Stainzer Flascherlzug ist eine Attraktion für sich. Er lockt jedes Jahr weit über 20.000 Fahrgäste an. Der Name des Zuges stammt aus der Zeit, als in Rachling der Wunderdoktor "Höllerhansl" (1866 - 1935) praktizierte. Er stand in dem Ruf, aus dem Urin verschiedene Krankheiten feststellen zu können. So reisten viele Leute mit der Schmalspurbahn Preding - Wieselsdorf - Stainz an, hatten im Handgepäck ein Flascherl mit Urin und suchten den Höllerhansl auf. Von damals kommt die Bezeichnung "Flascherlzug" - u. a. mit seinen Waggons "Bergliesl", "Kräuterwagerl" "Höllerhansl" - für diese Bahn.
Dass man im dampflokbetriebenen Zug der Stainzer Schmalspurbahn , der nach Preding und retour fährt , auch bestens unterhalten und verköstigt wird, dafür sorgt schon der "Eckwirt" Wolfgang Krammer mit seinem "Speisewagon"- der "Schilcherschaukel".
Ja und der würdige Abschluss dieses UN-Treffens bei strahlendem Wetter wurde in der Buschenschank Reinbacher vlg. Wurst" (hat mit Conchita Wurst nichts zu tun) in Stallhof/Stainz zelebriert- ein Buschenschank ideal zum Entspannen und Stärken .
Mit Eigenbau- Wein und deftige Heurigenschmankerl sowie hauseigene Spezialitäten ließ man in stimmiger Atmosphäre den Tag ausklingen und schwelgte in zahlreichen Erlebnissen der mehrfachen Auslandseinsätze für den Frieden.
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