20.10.2017, 12:54 Uhr

Streetwork Deutschlandsberg lud zum Tag der offenen Tür

Die 4b der NMS Deutschlandsberg II war am Tag der offenen Tür mit dabei. (C) Martin Löscher
Deutschlandsberg: Streetwork | Seit 2014 arbeitet der Sozialverein Deutschlandsberg im Fachbereich Streetwork mit Jugendlichen aus dem gesamten Bezirk. Am Donnerstag fand der Tag der offenen Tür statt, wo sich Schulklassen und auch die Öffentlichkeit über die Arbeitsweise und Möglichkeiten der Hilfe informieren konnten.

Einige Neue Mittelschulen aus dem Bezirk, sowie die Polytechnische Schule Deutschlandsberg folgten der Einladung. Neben den vier StreetworkerInnen gab es auch weitere Informationsstände. So hatte etwa das b.a.s., die steirische Gesellschaft für Suchtberatung einen Stand aufgebaut. Besonders beliebt bei den jungen Besuchern war der Stand von Mario Wünsch, Jugendschutz Land Steiermark, der eine präparierte Ski-Brille, die eine Alkoholisierung von 0,8 bzw. 1,3 Promille simuliert, mit hatte.

Kostenlose Workshops werden vor Ort angeboten

Zurzeit suchen 190 Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren regelmäßig den Kontakt zu den Streetworkern. Fachbereichsleitung Johanna Eberhardt klärt über die umfangreiche Hilfe auf: „Zu uns kann man mit sämtlichen Anliegen kommen. Von Suchtberatung, Gewaltprävention, Mobbing-Beratung bis hin zu Hilfen bei Arbeits- bzw. Wohnungssuche. Wir decken eigentlich alle sozialen Bereiche ab.“ Dabei arbeitet Streetwork auch eng mit den Schulsozialarbeitern des Bezirkes zusammen. Um so viele Jugendliche wie möglich zu erreichen, werden nicht nur Beratungen in der Kontaktstelle STruDL in der Frauentalerstraße 5 angeboten, sie sind auch nachmittags im gesamten Bezirk unterwegs. Gerne kommen die vier engagierten Mitarbeiter auch zu Workshops direkt an die Schulen oder zu Vereinen. „Hier bieten wir kostenlose Workshops vor Ort an. In zwei- bis vierstündigen Einheiten informieren wir vor Ort. Egal ob an Schulen, bei Jugendorganisationen oder bei Vereinen. Wer auch immer an uns heran tritt, dem bieten wir Information.“, so Eberhardt.

Arbeit vor Ort

Finanziert wird die Arbeit von allen Gemeinden des Bezirkes Deutschlandsberg, sowie dem Land Steiermark. Neben der Beratung im Büro oder vor Ort versuchen die Sozialarbeiter auch so oft wie möglich durch gezielte Aktionen direkt mit Jugendlichen in Kontakt zu treten. Etwa bei den Schilchertagen in Stainz, beim „AufWIESern“ oder dem Weinlesefest in Eibiswald. Johanna Eberhardt und ihre Mitarbeiter suchen stets den Kontakt zu Jugendlichen: „Wir versuchen aufzuklären, geben Hilfestellungen und Anleitungen, jedem, wer auch immer unsere Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen will. Alles passiert auf freiwilliger Basis.“ Neben den drei engagierten Mädels Johanna, Sarah und Hannah ist auch ein Mann im Team mit dabei. Sportwissenschafter Wolfgang bietet regelmäßig ein Burschenangebot, das Buam DL an. Auch für Mädchen finden in zweiwöchigem Abstand ein Mädchentreff, MäDL statt. Dabei können die Jugendlichen selbst entscheiden, wie sie die Einheit gestalten wollen. Ob sportlich, naturverbunden oder wissbegierig – alle Bereiche werden abgedeckt.

Nah an der Jugend dran

Besonders wichtig ist laut Eberhardt der anonyme Zugang. „Da wir uns mit allen prekären Lebensverhältnissen beschäftigen, garantieren wir unseren Klienten völlige Anonymität. Im Bedarfsfall leiten wir auch an Partnerorganisationen weiter, wenn es etwa um Therapien geht oder begleiten zu Behördenterminen, zum AMS, oder unterstützen bei der Wohnungssuche.“ Anzutreffen sind die Pädagogen, bzw. Sozialarbeiter meistens dort im Bezirk, wo sich auch die Jugend trifft. Leicht zu erkennen am Dienstauto (rechts im Foto), dass auch von Jugendlichen mit gestaltet wurde, oder an ihren blau-orangen Taschen.

Kontakt: Streetwork Deutschlandsberg 0664/2354610, streetwork@sozialverein-deutschlandsberg.at, facebook – streetwork deutschlandsberg
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