31.10.2017, 11:11 Uhr

Umbau ab 2018: Deutschlandsberger Hauptplatz wird Thema der Architekten

Verkehrsentlastung, Schrägparkplätze und ein Ersatz für den Brunnen sind einige Wünsche der Bevölkerung für den Deutschlandsberger Hauptplatz.

Bürgermeister Josef Wallner verkündete bei der Gemeindeversammlung den Beginn der Umbauarbeiten am Deutschlandsberger Hauptplatz.

Spät, aber doch traf sich Deutschlandsbergs Bevölkerung zur Gemeindeversammlung im Laßnitzhaus, um über die Neugestaltung des Hauptplatzes zu diskutieren. Wobei neben einigen Gemeinderäten höchstens 50 Leute anwesend waren, die sich daran beteiligten. Bürgerbeteiligung war aber das Stichwort des Abends: Das von der Stadtgemeinde beauftragte Büro Kontextual präsentierte die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses, der von April bis August stattfand.

Schrägparkplätze erwünscht

Manfred Omahna von Kontextual fasste die wichtigsten Punkte zusammen, die von Geschäftsleuten, Hausbesitzern und Bürgern eingebracht wurden. Barrierefreie Unterflächen, Neugestaltung der Baumalleen, Attraktivierung der Gastgärten, mehr Fahrradwege (Stichwort E-Bikes) oder hängende Beleuchtung statt Laternen waren einige der Wünsche. Der Schwerverkehr soll ganz vom Hauptplatz verschwinden, am Oberen Hauptplatz würden manche gar keinen Verkehr mehr wollen. Eine Verlegung der Straße auf die Südseite wird wohl nicht passieren. Der Wunsch nach Schrägparkplätzen wurde auch in der Bürgerbeteiligung immer lauter. Ein Vorschlag war sogar, den oberen Teil des Piber-Hauses abzureißen und daraus eine Parkfläche zu machen. Halteplätze vor Bäckereien oder der Apotheke seien aber notwendig, um schnell einkaufen zu können. Bei Veranstaltungen wünschen sich viele Bürger mehr Zusammenarbeit der Gastronomen am Hauptplatz, als Beispiel wurde der gut organisierte Faschingsumzug genannt. Die Lange Einkaufsnacht sollte auch öfter stattfinden.

Der Brunnen soll weg

Wie lange der Brunnen am Mittleren Hauptplatz noch bestehen bleibt, ist fraglich. Die meisten würden das „Schiff“ nicht vermissen, ein Wasserelement zur Belebung sollte aber dort sein. Andere wünschen sich eine Skulptur, die auf die Region verweist, für das Riesenosterei sollte aber auf jeden Fall Platz bleiben. Die Zeit des alten Brunnens ist also beschränkt, so schnell wird er aber noch keine Ende finden.

Kleiner Umbau ab 2018

Denn vorerst werden einmal die „kleinen“ Dinge am Hauptplatz erledigt. „2018 gehen wir das Areal vom Kaufhaus Prassl bis zum Café Gill an“, erklärte Bürgermeister Josef Wallner bei der Gemeindeversammlung. Dazu zählen die Pflanzen und Alleen, eine Verbesserung des Radwegs, einheitliche und übersichtliche Beschilderungen, mehr Mistkübel und neue Markierungen - möglicherweise bald für Schrägparkplätze, die auch Wallner als sinnvoll bezeichnete. Mittels Projekten strebe man größere Barrierefreiheit an, bei einer einheitlichen Gestaltung der Gastgärten wolle sich die Stadt finanziell beteiligen, sofern die Unternehmer mitmachen.

Ausschreibung für Architekten

In den nächsten Wochen sollen alle Punkte der Bürgerbeteiligung vom Verkehrsausschuss zusammengefasst werden, um daraus einen Architektenwettbewerb auszuschreiben. Die Ergebnisse dieser Ausschreibung will Wallner in einer weiteren Bürgerversammlung im Frühjahr vorstellen. Einen finanziellen Rahmen dafür hat die Stadtgemeinde noch nicht, Wallner versprach aber: „Für gute Sachen ist immer Geld da.“

Shared Space am Unteren Platz?

Eine Großbaustelle wie in Stainz wird es am Deutschlandsberger Hauptplatz jedenfalls nicht geben, da hier alle Leitungen unter der Erde schon in den 70ern erneuert wurden. Die Stierwiese und die Südtiroler-Bauten blieben auch unverändert, diese Wünsche gingen aus der Bürgerbeteiligung hervor. Am Unteren Platz seien viele Bürger an einem Shared Space, also einer Begegnungszone wie etwa in Gleinstätten, interessiert. Eine Umsetzung wäre aber frühestens 2019 möglich, da dort mit der Grazer Straße eine Landesstraße durchläuft. Daher wäre man von der Baubezirksleitung abhängig, diese hat laut Wallner keine Absichten im nächsten Jahr etwas umzubauen. Umgebaut wird aber um rund 200.000 Euro rund ums Unger-Areal von der Sparkasse, die dafür bereits einen Architekten beauftragt hat.
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