12.11.2017, 21:47 Uhr

Wanderung der Katholischen Frauenbewegung St. Stefan

"Mia san g'stöllt!" (Foto: KK)
Stainz: Rosenkogel |

Heimatforscher Karl Dudek führte in das Rosenkogel-Gebiet.

Den 11.11. kann man als Faschinganfang feiern, man kann ihn aber auch zu einem Wandertag nutzen. Die Katholische Frauenbewegung St. Stefan wählte Zweiteres und erkundete mit Wanderkleidung, Rucksack und Walking-Stöcken das Gebiet des Rosenkogels. Als Führer hatte sich Organisatorin Maria Kahr des Wissens von Heimatforscher Karl Dudek versichert.
Treffpunkt der illustren Runde war der Hofer-Parkplatz in Stainz, bevor es in den Autos hinaufging zum Anwesen Schneiderbauer oberhalb von Rachling. Zu Fuß lief es dann weiter in Richtung Mendl und über den Kogelschilling zurück zum Ausgangspunkt. Auf dem Rundkurs erklärte der engagierte Heimatforscher die am Weg sichtbaren Hofruinen und Wüstungen (Gebäudereste). Er wies aber auch auf die noch erkennbaren Altteichanlagen hin, die früher als Speicher für einzelne Mühlen im Rosenkogelgebiet dienten.
Der schleichende Verfall der Gehöfte begann vor etwa 150 Jahren. Schuld war, wie Dudek ausführte, zum einen die Befreiung der Bauern von der Grundherrschaft. Es spielte aber auch die im Tal einsetzende Industrialisierung und deren Verlockung eines angenehmeren Lebens für die Menschen – etwa für Knechte und Mägde - eine Rolle. Gleichzeitig fielen viele Bauern durch den verordneten „Auskauf“ des eigenen Hofes der Armut anheim, sodass auch sie ihren Hof verließen. In etlichen Fällen ist bekannt, dass die Gebäude einem Feuer zum Opfer fielen.
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