26.05.2017, 16:32 Uhr

"Wölfisches" und was Sie schon immer (nicht) über den Wolf wissen wollten!

Ein wölfisches Quartett: Oberförster Helmut „Fladi“ Fladenhofer mit Gattin Elke sowie Uschy Maier und Prof. Ewald Dworak. (Foto: Fladenhofer)

Eine durchaus wissenschaftl(er)i(s)che, aber in jedem Fall kabarettistische Theaterproduktion über den Wolf mit Prof. Ewald Dworak

STAINZ. Ganz heimlich, still und leise, aber durchaus zufällig hat sich eine sehr illustre, vom Theatervirus infizierte Stainzer Gruppe in aufwendige Probenarbeit gestürzt, um zur international beachteten Wolfsausstellung im Schloss Stainz einen besonderen, kulturellen Impuls zu setzen.


Der Wolf und seine Sonderstellung in der Literatur

Der bekannte Altmeister des Kabaretts, Ewald Dworak, hatte die Idee, die beachtenswerte „Wolfs-Ausstellung“ durch eine literarische Veranstaltung zu ergänzen. Die Literatur bietet ja im Bereich Märchen, Lyrik und Epik genügend Beispiele, in denen der Wolf im Mittelpunkt der Betrachtung steht – schon die Gebrüder Grimm haben uns mit ihren Märchen im frühen Alter nicht nur literarisch gebildet, sondern auch bisweilen verschreckt! Berühmte Dichter wie Goethe oder Busch haben sich dem Thema Wolf genähert, sogar die Comic-Literatur ist voll von, meist bösen, Wölfen. In den Jagdzeitschriften und Leserbriefen kann man viele besorgte Stellungnahmen lesen, sodass man mitunter schon den Eindruck haben muss, dass inzwischen schon vor jeder Haustüre ein Wolf auf uns lauert, nur weil man hin und wieder Hinweise auf seine Anwesenheit wahrnimmt.

Alles andere als ein Schauermärchen

Karlheinz Wirnsberger, der Direktor des Stainzer Johanneumbereiches, zeigte sich von der Idee gleich begeistert, umso mehr in diesem Programm natürlich einerseits das allgemeine Wissen der Zuschauer um den Wolf bereichert wird – andererseits aber mit so manchen hartnäckigen Mißverständnissen und Schauermärchen über den Wolf aufgeräumt werden soll.
Der bereits mit der SOKO Stainz durch sein Erfolgs - Programm „Rund ums Jagern“ bekannte und geschätzte Oberförster Helmut „Fladi“ Fladenhofer war gleich mit Begeisterung dabei und brachte als theatertruppenerfahrene „Profis“ seine Frau Elke und Uschy Maier mit. Letztere war vor vielen Jahren Mitspielerin der überaus erfolgreichen Schulspielgruppe „Los Juegos“ der Haupt-schule Groß St. Florian – und Spielleiter, Deutschlehrer und Klassenvorstand war damals: Ewald Dworak!
Mit Feuereifer haben die vier das Programm geplant und bald hat sich heraus-gestellt, daß man die große Literatur gar nicht über Gebühr strapazieren musste, da genügend Beiträge aus der eigenen Federn beigesteuert werden konnten. Daß diese Beiträge eine starke kabarettistische Neigung mit vielen aktuellen Bezügen zu unserer Umwelt, zur Politik und Kultur haben, verwundert natürlich keineswegs!
Selbstverständlich wird es einige Überraschungen geben. So wird das Pro-gramm von einigen musikalischen Beiträgen „garniert“ und neben dem „Tuba-Künstler“ „Fladi“ wird sein Sohn Christian wohltemperierte Gitarrenklänge bei-steuern.
Das Publikum lernt in humorvoller Weise die 14 Wolfsarten kennen (bez. einige davon), leidet mit dem Wolf im „Psychosozialen Dienst“ mit, erfährt endlich, was der Grund ist, daß der Wolf wegen der sieben Geißlein so einen schlechten Ruf hat, lernt die steirische Fassung eines Walt Disney – Comics kennen, kann sich an diversen, illustrierenden Karikaturen erfreuen und ist Zeuge der Wiederauf-erstehung der bekannten Tierfreundin („bitte, bitte!“) Edith Klinger…..


Sein Ruf ist schlechter als er wirklich ist, der Wolf

Sinn und Zweck des Programmes ist es natürlich, den Wolf dem Publikum so zu präsentieren, wie er wirklich ist. Sein Ruf ist ja wirklich schlecht und einige Gruppierungen bemühen sich schon seit Jahrhunderten erfolgreich, daß er auch weiterhin so bleibt, wie er ist. Wer ist wohl besser geeignet, all das Wis-senswerte rund um den Wolf in das sicherlich sehr unterhaltsame Programm einzustreuen und in kleinen Dosen und vor allem humorvoll zu präsentieren als unser Oberförster Fladenhofer! Möglicherweise wird er aber mit so manchem Gerücht aufräumen und auch das eine oder andere richtigstellen.
Ein passender Gruppenname wurde trotz nächtelanger Diskussionen noch nicht gefunden – Bezeichnungen wie: die „Wölflinge“ , die „Wolfsmilchrattler“ oder „Die lustigen Wolfs-Wissenschaftlinger“ wurden ebenso verworfen, wie „Die Stainzer Wolfsjauler“ bzw. „Die Jaulis“. Aber das Publikum kann sich ja an der Namensfindung beteiligen….!


Drei Termine sind fix

Die ersten beiden Aufführungen können Sie am 8. und 9. Juni um 19.30 Uhr
im Dianasaal des Schlosses Stainz - Kartenreservierung unter Tel.: 03463/ 2772 besuchen.
Die nächste Möglichkeit gibt es am 29. Juni um 19.30 Uhr im Dachbodentheater Stainz (Karten gibt's in der Trafik Schauer Tel.: 03463/2647)
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