03.10.2014, 14:27 Uhr

Geld bei der Tankstelle, frisches Brot beim Gemeindeamt

Nicht alltäglich: Eine Warteschlange beim neuen Geldausgabe-Automaten bei der Tankstelle an der B 69 in St. Oswald ob Eibiswald mit Bgm. Friedrich Pauritsch, Andrea Golob, Bgm. Hubert Koller, Bgm. Günter Koinegg und Post Partner Betreuer Peter Pichler von der BAWAG PSK (v.l.).

In der Berggemeinde St. Oswald ob Eibiswald engagiert man sich gemeinsam mit den Nachbargemeinden weiterhin für eine gut funktionierende Infrastruktur: Nahversorger und Geldausgabe-Automat sind jetzt fix.

Das sieht man nicht alle Tage: Gleich drei Bürgermeister stellen sich am neuen Geldausgabe-Automaten bei der Tankstelle St. Oswald ob Eibiswald an. Mit dabei auch Tankstellenbetreiberin Andrea Golob und Post Partner Betreuer Peter Pichler von der BAWAG PSK. Grund für diesen Pressetermin extra für die WOCHE ist der Kampf um den Erhalt der Infrastuktur in der Berggemeinde: "Nachdem die Schließung der Filiale der Raiffeisenbank Süd-Weststeiermark in St. Oswald mit 31. 12. 2014 auch den Abzug des Bankomaten bedeutet, wurden Verhandlungen für eine Lösung geführt. "Seit 70 Jahren ist eine Raiffeisenbank-Filiale bei uns im Ort. Leider hat sich auch für den Erhalt des Bankomaten mit der Raiba kein für alle zufriedenstellendes Ergebnis ergeben", bedauert Bgm. Günter Koinegg. Daher haben sich die Gemeinderäte der angrenzenden Gemeinden Wernersdorf, Soboth und St. Oswald ob Eibiswald einstimmig dafür ausgesprochen, diesen Standard weiter aufrecht zu erhalten und selbst die Versorgung mit dem Partner First DATA (Tochterunternehmen von BAWAG/PSK) zu sichern.
Daher ist jetzt ein nagelneuer Geldausgabe-Automat bei der gemeindeeigenen Tankstelle mit Pächterin Andrea Golob in St. Oswald ob Eibiswald an der LB 69 in Betrieb gegangen.

Berggemeinden halten zusammen

"Voraussetzung für den kostendeckenden Betrieb des Geldausgabe-Automaten sind 2000 Behebungen pro Monat", erklärt Koinegg. Sollen wider Erwarten die Behebungen darunter liegen, haben sich die Berggemeinden darauf geeinigt, die anstehenden Restkosten anteilig dafür zu übernehmen. "Das ist ein Zeichen für den Zusammenhalt unter den Berggemeinden", betont Koller und Pauritsch ergänzt: "Wir begrüßen diese Aktion - vielleicht wäre dieser Geldausgabe-Automat auch für Wernersdorf eine Option."

Nahversorger mit Manuela Graf

Eine gute Lösung hat sich auch nach einer kurzzeitigen Schließung des Nahversorgers ergeben: Das Geschäft im Gemeindeamt wurde neu eröffnet und wird in Zukunft von der Bäckerei Manuela Graf geführt und weiterhin vor Ort von Maria Assigal betreut.
"Die Gemeinde St. Oswald ob Eibiswald stellt die Räumlichkeiten für den Nahversorger kostenfrei zur Verfügung, das ist unser Beitrag", so Koinegg.


Es liegt in der Hand jedes Einzelnen

"Wichtig ist, dass die Bevölkerung der gesamten Bergregion die örtlichen Angebote auch nutzt! Es liegt an jedem Einzelnen. Die Probleme der Bergregion können wir nur gemeinsam und mit vereinten Kräften lösen. Es freut mich, dass es hier einen Zusammenhalt innerhalb aller Gemeinden der Bergregion gibt. Sofern die beschlossene Zwangsfusion vom Verfassungsgerichtshof bestätigt wird, wünsche ich mir, dass die neuen Verantwortungsträger im Sinne der Bevölkerung der Bergregion denken!" hofft Günter Koinegg, Bürgermeister von St. Oswald ob Eibiswald.
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