11.04.2017, 17:18 Uhr

Irmgard Griss beendet politische "Tischgespräche"

Ihre "Tischgespräche" hat Irmgard Griss beendet - folgt darauf ein Wiedereinstieg in die Politik? (Foto: Prontolux)

Nach dem Ende ihrer Diskussionsreihe deutet manches auf eine Rückkehr von Irmgard Griss in die Politik hin. Die Deutschlandsbergerin fühlt sich darin bestärkt, sich weiter für die Gesellschaft einzusetzen.

Im Vorjahr war die gebürtige Deutschlandsbergerin Irmgard Griss noch bei der Bundespräsidentenwahl gescheitert, als unabhängige Kandidatin erhielt sie im ersten Wahldurchgang aber immerhin 18,9 Prozent aller Stimmen. Gerüchte um ein weiteres politisches Engagement der früheren OGH-Präsidentin gab es danach immer wieder, auch weil Griss selbst aktiv blieb - zuletzt mit ihren "Tischgesprächen". Dabei besuchte sie in jedem Bundesland sowie in der Schweiz Österreicher ganz privat an ihrem Küchentisch, um über politische Themen zu diskutieren. Über 300 Personen hatten sich gemeldet, im Februar und März besuchte Griss zehn per Zufall ausgeloste Runden zuhause.

Demokratische Meinungsbildung

Griss wollte mit der Aktion Bürger ansprechen, die sich selbst eine Meinung bilden. "Denn ich bin der Überzeugung, dass es für die Demokratie lebenswichtig ist, wenn wir uns mit politischen Themen auseinandersetzen", meint die 70-Jährige. Bei den "Tischgesprächen" ging es laut Griss vor allem um drei Themen, welche die Menschen derzeit beschäftigen würden: Bildung, Integration und das Unvermögen der Politik, Probleme anzupacken und zu lösen. "Auf dem Land kommt die Sorge hinzu, ob und wie sich Menschen hier eine Existenz aufbauen können und nicht in die Stadt abwandern müssen", berichtet Griss.

Politische Unterstützung möglich

Ob Griss erneut bereit ist, politische Probleme selbst anzupacken, steht derzeit noch in den Sternen. Ein Engagement etwa bei der nächsten Nationalratswahl lässt sich die Deutschlandsbergerin weiter offen. "Eine Gesellschaft, die ihre Werte lebt, wird auch weiterhin Politiker hervorbringen, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen und ihrer Verantwortung bewusst sind", so Griss. Die "Tischgespräche" hätten sie jedenfalls darin bestärkt, sich dafür einzusetzen. Auf ihrer Homepage bittet Griss schon um Unterstützung, falls sie sich weiterhin politisch engagieren sollte: finanziell oder durch persönlichen Einsatz wie Veranstaltungen und Onlinewerbung.
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