19.06.2017, 13:30 Uhr

25 Niederlagen waren genug: DSC nimmt Abschied vom Kunstrasen im Koralmstadion

Ein Mal noch Bewässern und dann war's das: Der Kunstrasen im Deutschlandsberger Koralmstadion wird seit Montag abgebaut, bis zum Saisonstart liegt eine neue "Plastikwiesn".

Der Kunstrasen im Deutschlandsberger Koralmstadion ist (endlich) weg. Darauf feierte der DSC drei Aufstiege und heuer seine erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte.

Wie schwer fällt einem der Abschied eines Rasens, auf dem man sehr erfolgreich war? „Es ging einfach nicht mehr“, berichtet DSC-Obmann Klaus Suppan von regelmäßigen Wunden an den Beinen der Spieler. "Auch Gastvereine, die bei uns Testspiele absolvieren, haben uns jedes Jahr gesagt, wie der Rasen verfällt.“ Heuer zog man die Reißlinie: Seit Montag wird der alte, abgenutzte Kunstrasen im Koralmstadion abgebaut und durch einen neuen ersetzt. Gleichzeitig muss der alte Teppich teuer entsorgt werden, obwohl es fünf interessierte Vereine dafür gab, keiner wollte aber in einen notwendigen Unterbau investieren. Die Kosten sollen sich insgesamt auf rund 300.000 Euro belaufen, welche zur Gänze von der Stadtgemeinde Deutschlandsberg als Eigentümer des Stadions getragen werden. Der neue Kunstrasen, der bis zum Saisonstart liegen soll, hat eine ähnliche Technik, aber eine höhere Dichte und soll 15 Jahre lang halten.

Stolze Heimserien im Koralmstadion

Ob der DSC darauf genauso erfolgreich sein wird wie auf dem ausgedienten Kunstrasen? Im September 2004 wurde er im neu errichteten Koralmstadion mit einem 7:0 gegen Frauental vor 1.500 Zusehern eröffnet. Solche Ergebnisse wurden in den folgenden 13 Jahren fast zur Regelmäßigkeit. Die Deutschlandsberger wussten ihre Heimstärke auf dem ungewohnten Terrain meisterhaft auszuspielen, war diese doch der Grundstein für drei Meistertitel in der Zeit. Die Zahlen sind wirklich beeindruckend: Von 181 Meisterschaftsspielen auf dem Kunstrasen hat der DSC nur 25 (!) verloren - oder im Schnitt knapp zwei pro Saison. Drei gesamte Spielzeiten blieb man zuhause ungeschlagen. Saisonübergreifend waren die Deutschlandsberger von August 2010 bis Oktober 2012 31 Heimspiele lang ungeschlagen und stiegen dabei in die Landesliga auf. Von März 2014 bis September 2015 blieb man 25 Mal unbesiegt. Damals schaffte man mit 14 Heimsiegen und einem Unentschieden den erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga.

Aufstieg kein Thema beim DSC

Auch dort holte der DSC zuhause mehr Punkte als auswärts, was heuer zur erfolgreichsten Saison in der 82-jährigen Vereinsgeschichte führte: Platz fünf im zweiten Regionalligajahr, der die dritte Teilnahme in Folge am ÖFB-Cup ohnehin fixierte. Zusätzlich holte man den WOCHE Steirer-Cup erstmals nach Deutschlandsberg (übrigens ohne ein einziges Heimspiel) und die im Vorjahr neu formierte KM II stieg in die Gebietsliga auf. „Das wird wohl nicht zu toppen sein“, blickt Suppan schon auf die nächste Saison. Ähnlich sieht das die Sportliche Leitung um Gerd Fuchs und Bernhard Barthel, die sich deutlich verstärkte Konkurrenz in der Regionalliga erwarten. „Einige Vereine werden die Chance nutzen wollen, in die vergrößerte Erste Liga zu kommen“, sprechen sie die Bundesligareform an. „Da werden wir aber sicher nicht mitmachen.“ Am Transfermarkt wird man noch aktiv werden, man will versuchen die Abgänge adäquat zu ersetzen. Dominik Herzog (Frauental), Martin Holler (Großklein), Pascal Zisser und Anze Zorc (beide noch unbekannt) werden den Verein verlassen, Julian Dengg hört (erstmal) mit dem Fußballspielen auf. Einziger Neuzugang ist bisher Jure Grubelnik aus St. Peter i.S.

ÖFB-Cup-Auslosung

Jetzt wartet beim DSC alles gespannt auf den 26. Juni: Dort ist nicht nur Trainingsstart, um 20.15 Uhr (ORF Sport+) wird die erste Runde im ÖFB-Cup ausgelost. Die wird von 14. bis 16. Juli ausgespielt, möglicherweise mit einem Bundesligisten in Deutschlandsberg. Im ersten Meisterschaftsspiel in der Regionalliga empfängt der DSC am 21. Juli den ATSV Stadl-Paura, das erste Testspiel steigt schon am 30. Juni (19 Uhr in Großklein).
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