21.10.2017, 19:16 Uhr

Acht Tore bei Lebringer Volksfest

Knapp 1500 Zuschauer strömten am Samstagnachmittag ins Lebringer Stadion um dem Heimspiel gegen den GAK beizuwohnen – und keiner von ihnen sollte sein Kommen auch nur ansatzweise bereuen sollen.

 Es war eine unglaubliche Partie, die am Ende allerdings keinen Sieger hervorbrachte.

GAK mit Blitzstart und „Blitz-Rot“


Die Gäste aus Graz erwischten an diesem sonnigen Nachmittag den besseren Start ins Spiel und gingen schon nach etwas mehr als zehn Minuten in Führung. Marco Heil knallte den Ball aus knapp 25 Metern ins rechte Eck. Groß war der Jubel bei den zahlreich mitgereisten Grazer Fans, von langer Dauer war er allerdings nicht. Denn nur kurz nach dem Führungstreffer schwächten sich die Gäste selbst. Der durchbrechende Michael Wallner konnte von GAK-Verteidiger Kammerhofer nur mehr mit einem Foulspiel gestoppt werden und wurde mit Rot vom Platz gestellt. Wallner schnappte sich selbstbewusst gleich das Leder und legte es auf den Elfmeterpunkt, doch es gab „nur“ Freistoß für die Lebringer – richtige Entscheidung übrigens. Am Ende war es den Hausherren egal, denn auch der Freistoß war drin. Sebastian Prattes hämmerte den Ball aus knapp 20 Metern in den Winkel – ein Traumtor zum Ausgleich. Es waren die verrücktesten Minuten in dieser Partie, denn nur 60 Sekunden später war der Spielstand endgültig auf den Kopf gestellt. Kreimer nutzte einen Abwehrpatzer und rannte aufs gegnerische Tor zu, dort behielt er die Übersicht und legte noch einmal quer für Wallern – 2:1. Die Gäste wirkten in dieser Phase durchaus geschockt, die Gassmann-Truppe hingegen wusste mit flottem Kombinationsfußball zu gefallen, der kurz vor der Pause auch nochmals zum Erfolg führen sollte. Herbert Rauter sorgte für das 3:1. Lebring wäre mit diesem Ergebnis sicherlich gerne in die Pause gegangen, kassierte aber im direkten Gegenzug das 3:2, Marco Heil war zum zweiten Mal an diesem Nachmittag erfolgreich. 

GAK mit unglaublichem Fight in Schlussphase


Nach dem Seitenwechsel brauchten beide Mannschaften ein wenig um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. Zunächst waren es wieder die Hausherren, die zuschlugen. Mitten in eine starke Phase der Gäste waren sie mit einem schnellen Konter erfolgreich. Herbert Rauter drückte das Leder nach einem Querpass über die Linie. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung und einem Mann mehr am Platz fühlten sich die Südsteirer wohl schon wie der sichere Sieger am Platz, sie schalteten einen Gang zurück, was sich noch rächen sollte. Denn der GAK wurde immer stärker. Von Müdigkeit war bei den Roten keine Spur, sie spielten weiter munter nach vorne. Vor allem der alles überragende Marco Heil kurbelte immer wieder das Offensivspiel an. Nach einem Lattenschuss und zwei starker Paraden von Lebring-Keeper Patrick Krenn holten sie sich am Ende doch noch einen Punkt. Zunächst war Dadic per Kopfball erfolgreich, ehe Marco Heil mit seinem dritten Treffer den 4:4 Endstand markierte – und wie. Er hämmerte das Leder aus spitzen Winkel via Innenstange in die Maschen – ein würdiger Abschluss für eine denkwürdige Partie am Samstag in Lebring.

Fazit


Der SV Lebring verspielte in der Schlussphase drei schon sicher geglaubte Punkte. Die Gassmann-Elf war wohl die bessere Mannschaft, der GAK hatte aber mit Marco Heil den überragenden Spieler am Feld und holte sich mit einer kämpferischen Leistung und dank starker Moral am Ende noch einen Punkt.
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