10.11.2016, 08:44 Uhr

Der Fußball im Bezirk eine Saison-Analyse

Neun Tore im Herbst durch den 41-jährigen Manfred Hribersek für St. Stefan ob Stainz. (Foto: Franz Krainer)

15 Gemeinden, aber stolze 18 Kampfmannschaften sind im Bezirk Deutschlandsberg aktiv.

DEUTSCHLANDSBERG. Bei 60600 Einwohnern gibt’s im Bezirk Deutschlandsberg 18 Fußballvereine mit Kampfmannschaft (davon eine Zweier in der Bezirkshauptstadt), das entspricht einem Verein pro 3350 Einwohner. In Leibnitz (81300 EW) sind 15 Teams im KM-Meisterschaftsbetrieb (davon zwei IIer-Teams), pro Verein sind das 5420 Einwohner pro Verein und in Voitsberg ist die Quote (51840 EW) pro Verein bei 5750 Einwohnern (zwei IIer-Teams) und neun Teams überraschend gering. Die Fülle an Vereinen (besonders im Bezirk Deutschlandsberg) führt zu einem sehr hohen Ausländeranteil bei den Spielern, weil der südsteirische Markt einfach die benötigte Qualität nicht mehr hergibt. Das treibt den Sportfunktionären die Sorgenfalten ins Gesicht, viele sprechen bereits von der Unfinanzierbarkeit der Vereine. Im Sinne der Qualität des Fußballs sollte hier strukturell dringend etwas unternommen werden.
In der Gebietsliga West dominiert bei der Anzahl der Vereine Deutschlandsberg mit sechs Vertretern klar, Herbstmeister wurde aber Hengsberg/Leibnitz vor den überraschend starken St. Stefanern. In 28 Spielen gegen Leibnitzer Mannschaften erreichten Deutschlandsberger Teams zwölf Siege, vier remis und zwölf Niederlagen. St. Stefan blieb gegen Leibnitzer Mannschaften ungeschlagen, holte mit 4 Siegen und einem Remis stolze 13 Punkte.

Zwölf Mal gegen Voitsberger Teams

In den zwölf Begegnungen mit Voitsberger Mannschaften schauts dagegen deutlich schlechter aus: drei Siege und zwei remis stehen sieben Niederlagen gegenüber. Nur Wettmannstätten blieb gegen Voitsberger Mannschaften (1 S. 1 U) ungeschlagen. Torschützenkönig in der Gebietsliga wurde Dino Prskalo von Herbstmeister Hengsberg/Leibnitz. Nur in der 1. Klasse West stellt Deutschlandsberg nicht die Teampriorität. Vier Mannschaften aus unserem Bezirk standen sechs Teams aus Voitsberg und vier aus Leibnitz gegenüber. Der Herbstmeister kommt mit Ehrenhausen aus Leibnitz, weil Grenzland diese Chance in der letzten Runde am eigenen Platz nicht nutzen konnte, 0:1 verlor. Im direkten Vergleich hatten unsere Teams in der ersten Klasse einen guten Herbst: DSC II hat gegen Voitsberg eine sehr positive Bilanz (5 S 1 N TV 22:5) ebenso Grenzland mit 5 S 1 N TV 19:9 und auch Stainz ist gut im Rennen mit 3 S 1 U 2 N TV 22:14. In Leibnitz liefs für unsere Teams ähnlich gut: DSC II holte 2 Siege und ein Remis (Nachtrag gegen Pistorf steht noch aus), Grenzland mit 2 S 2 N, Stainz 3 S 1 N, nur St. Josef konnte gegen Leibnitz im Herbst nicht punkten. Hier holte sich Timotej Polanz von DSC II/Deutschlandsberg mit 21 Toren die Torjägerkrone, der einzige „Winner“ aller Ligen aus dem Bezirk.
Von Franz Krainer
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