05.09.2016, 11:24 Uhr

Deutschlandsbergs Zweier startet durch

Wollen das junge Team nach oben führen: Trainer Franz Lambauer, Kapitän Lukas Hirtl und Co-Trainer Michael Hirtl (v.l.n.r.).

Nach sechs Jahren gibt es beim DSC wieder eine zweite Kampfmannschaft. Für den Verein ein notwendiger Schritt, spätestens nach dem Aufstieg in die Regionalliga - trotz mancher Kritik.

„Wofür brauch ma des überhaupt?“ - So oder so ähnlich klangen einige kritische Stimmen in diesem Sommer rund um den DSC, als es um die Gründung einer zweiten Kampfmannschaft ging. Kein neues Thema in Deutschlandsberg. „Seit drei, vier Jahren red ich schon davon, dass das unbedingt notwendig ist“, erzählt Michael Hirtl, seit Jahren Jugendtrainer in Deutschlandsberg. Nun wurde der Schritt vom Verein endgültig realisiert, nicht ohne Anlaufschwierigkeiten. Der Plan war, ein paar gestandene Spieler mit DSC-Vergangenheit zurückzuholen, um diese den Jungen (einige kommen aus der U17, andere von den benachbarten Kooperationsvereinen) zur Seite zu stellen. Die meisten sagten aber ab, nach der Verletzung von Bernhard Barthel, der nun mit Gerd Fuchs als Sportlicher Leiter zusammenarbeitet, blieb nur der 38-jährige Fuchs übrig, Michi Leitner wurde geholt, legt aber eine Karrierepause ein. „Gott sei Dank haben wir dadurch aber zwei junge, starke Slowenen dazubekommen“, ist Franz Lambauer froh über „Plan B“.

Junge Spieler beim Verein halten

Letzte Saison noch Trainer der U17 im JAZ West, ging er den Schritt in den Erwachsenenfußball mit seiner Truppe mit. Er sieht die KM II auch als richtige Entscheidung für die Weiterentwicklung der nächsten Jahrgänge an. „Was machst du als Regionalligaverein mit denen? Wenn du sie verleihst, kommen sie dort vielleicht nicht zum Einsatz, das haben wir schon gehabt“, so Lambauer. Nun hat man die Entwicklung der jungen Kicker mit einer eigenen Plattform selbst in der Hand, die leistungsstärker ist als die U17-Leistungsklasse, aus welcher der Sprung in die Regionalliga viel zu hoch ist.

Längerfristige Ziele

Hirtl fungiert dabei als Co-Trainer und Assistent von Lambauer, beide kennen die Mannschaft, die seit zwei Monaten zusammen trainiert, mittlerweile sehr gut, können aber noch schwer abschätzen, wer wirklich für die „Einser“ in Frage kommen könnte. „Das kommt auch darauf an, was der Verein im Winter plant“, meint Lambauer. „Abgesichert wird die Erste sein, vielleicht haben zwei dann die Möglichkeit in den RL-Kader zu kommen. Da seh ich schon vier, fünf Spieler, die das schaffen könnten.“ Die ersten Kritiker hat man schon mal Lügen gestraft, nach vier Spielen mit vier Siegen lacht der DSC in der 1. Klasse West von der Tabellenspitze. Auch Jerko Grubisic ist begeistert vom blau-gelben Nachwuchs. „Das ist ein Traum. Wir müssen schauen, dass die Zweier aufsteigt, das ist sportlich noch besser für den ganzen Verein“, so der Trainer der KM I. In der Zweiten stapelt man dennoch tief. „Ziel im ersten Jahr ist ein einstelliger Tabellenplatz“, stellt Hirtl klar. Man wolle die Jungen ohne Druck spielen lassen, denkt aber natürlich bereits weiter. „In den nächsten vier, fünf Jahren müsstest in der Unterliga spielen“, so Lambauer. „Sonst hat das ja auch keinen Sinn, weil der Sprung in die Regionalliga zu groß ist.“ Beide geben zu, vom tollen Saisonstart überrascht zu sein. „Man sieht bereits eine Steigerung“, ist Lambauer zufrieden. „Und die Weiterentwicklung der jungen Spieler ist ja das Um und Auf“, ergänzt Hirtl.
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