13.10.2014, 13:53 Uhr

Frauental “putzt” den Tabellenführer

Dominik Nöst (Frauental, rot) traf im Doppelpack (Foto: Krainer)
von Franz Krainer

Ist das bereits die Handschrift des neuen Frauental-Trainers Heli Kalander? Er selbst verneint zwar, doch Frauental trat im Heimspiel gegen Leader Werndorf wie in den letzten Wochen sehr selbstbewusst, kampfstark und taktisch diszipliniert auf.

Tor vor 250 Zuschauern

Das Heimteam war vom Start weg im Vorwärtsgang, schnelle Spielzüge über die beiden Seiten und in der Mitte ein brandgefährlicher Dominik Nöst, der ständig den Abschluss suchte, was bereits nach 20 Minuten zur Führung für Frauental führte: Nöst setzte sich gegen die unsicher wirkende Werndorfer Abwehr perfekt durch und traf vor 250 Zuschauern zum verdienten 1:0.

In der Folge sah man auch bei Werndorf das spielerisch zweifellos vorhandene Potential: Claudio Lindschinger, Patrick Glauninger und Alexander Komericky bekamen die Partie zusehends in den Griff. Nach gut einer halben Stunde das 1:1 durch Sebastian Wippel – ein Tor, dem allerdings einige Schlampigkeiten in der Frauental-Defensive vorausgingen.

Nöst und Galli schießen Team zum Sieg

Auch nach Seitenwechsel war Frauental schneller im Spiel. Der enttäuschende Damir Pekic hat mit solchen Leistungen bei Kalander wohl ausgedient, er wurde zur Halbzeit durch den lange verletzten Dominic Rothschädl ersetzt. Kalanders Umstellungen, aber auch die in der zweiten Halbzeit offensiver ausgerichteten Gäste, bewirkten einen offenen Schlagabtausch, bei dem Frauentals stärkste Angiffswaffe Dominic Nöst bereits in Minute 49 mit seinem 2. Treffer die Weichen auf Sieg stellte.

Ein toller Heber von Geburtstagskind Christopher Galli führte zum 3:1 (66.), doch in der Schlussphase kamen die Gäste nochmals auf. Außer einem umstrittenen späten Elfmeter durch Alter zum 2:3 (88.) blieb es allerdings beim Wollen für die Werndorfer.

Kalander: "Nur ein Vorgeschmack"

Frauental-Trainer Helmut Kalander war vor allem von der Einstellung seiner Mannschaft beeindruckt: “Das war nur ein Vorgeschmack von dem, was in dieser Mannschaft steckt. Die Jungs ziehen im Training voll mit und lernen auch im taktischen Bereich bei jeder Einheit.” Der Perfektionist am Frauentaler Trainerstuhl verfolgt akribisch seine Philosophie, will mit aggressivem Offensivpressing frühe Ballgewinne, variables Angriffsspiel und eine schwer auszurechnende Frauentaler Mannschaft entwickeln.

“Nach fünf Wochen kann man noch nicht von einer Neuorientierung sprechen, aber ich will die zweifellos vorhandenen Möglichkeiten dieses Teams zu 100 Prozent ausreizen!” Und wer Kalanders Fußballbesessenheit kennt weiß,dass solche Ausssagen als Kampfansage für die Meisterschaft im nächsten Jahr verstanden werden können.
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