07.11.2016, 09:53 Uhr

Grenzland vergeigt den Herbstmeistertitel

Grenzlands Torjäger Kristijan Ribic (rechts) konnte sich gegen Ehrenhausen zu selten in Szene setzen. (Foto: Franz Krainer)

Ehrenhausen holte sich mit einem späten Siegestor in Grenzland die Winterkrone. Die Chance auf die Tabellenführung hat der USV aber nicht erst im letzten Spiel vertan.

Die Bachholzer waren im Verlauf der Herbstmeisterschaft lange das dominierende Team, doch immer wieder zeigte die an sich sehr gute Mannschaft auch ihre Schwächen. In Stainz holte man sich beim 2:6 die erste ordentliche Ohrfeige ab, nach einer langen, souveränen Phase schenkte man in St. Johann einen 2:0-Vorsprung her und verlor noch. Die 2:3-Niederlage der Grenzländer in Edelschrott am letzten Wochenende führte letztlich zum Showdown gegen Ehrenhausen um die Winterkrone. Schon vor dem Spiel gab es eine bittere Pille für die Bachholzer, der in dieser Herbstsaison so torgefährliche Sebastian Wippel (acht Tore) musste wegen einer Verletzung passen, ein Ausfall, der vor allem das Mittelfeld der Heimmannschaft arg schwächte. Beide Teams agierten vom Start weg sehr fehlerhaft und eher auf die Defensive bedacht, zwei halbwegs gute Möglichkeiten gab es für Grenzland durch Georg Hribar und Dejan Planinsic. Ehrenhausen tauchte vor der Pause nur ein einziges Mal gefährlich vor dem Kasten der Grenzländer auf, Fabian Schantl wurde jedoch bei einer Doppelchance gut geblockt.

Spätes KO für USV

Nach der Pause erhöhten die Gäste aus Ehrenhausen dann die Schlagzahl deutlich, kamen gefährlicher vor das Tor von USV-Keeper Sven Knappitsch, doch auch bei den Gästen hielt sich die Effektivität in Grenzen. Bei aller Nachsicht könnte man noch eine Möglichkeit des an diesem Nachmittag enttäuschenden Grenzland-Torjägers Kristijan Ribic (zehn Tore) erwähnen, der nach einem langen Ball aber zu umständlich agierte. Das Goldtor zum vielumjubelten 0:1 und zum Herbstmeistertitel für die Gäste erzielte Rene Kleindienst erst in der 90. Minute. Der Sieg der Gäste war verdient, die Ehrenhausener überwintern mit einem Vier-Punkte-Polster vor Stainz und möglicherweise DSC II, dessen Heimspiel gegen Pistorf beim Stand von 3:0 witterungsbedingt abgebrochen werden musste. Grenzland hat fünf Punkte Rückstand auf dem 4. Platz. Auf alle Fälle können wir uns auf eine spannende Frühjahrsmeisterschaft freuen, wenn Stainz seine starken Leistungen (zuletzt 7:3 in Mooskirchen) prolongieren kann und die jungen Deutschlandsberger konstanter werden. Ein seltenes Erfolgserlebnis feierte die Mannschaft aus St. Josef: 3:2-Heimsieg gegen Kainach und damit die rote Laterne an Mooskirchen abgegeben.

von Franz Krainer
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