14.04.2017, 09:57 Uhr

Halber Punkt reichte Eibiswalder Tennis-Senioren zum Titel

Eibiswalds Ü45-Tennisoldies befinden sich auf dem Erfolgspfad - vielleicht sogar in die Bundesliga. (Foto: Franz Krainer)

Denkbar knapp sicherte sich Eibiswald bei den Tennis-Senioren den steirischen Meistertitel. Der Blick ist aber schon auf die Bundesliga gerichtet.

Seit Jahren spielen die Eibiswalder Tennis-Senioren 45+ und 55+ in der Steirischen Elite eine Hauptrolle. Non-Playing-Captain Heimo Strasser bringt es auf den Punkt: „Vor ein paar Jahren wurden wir belächelt, es gab genug dumme Sprüche der Etablierten gegen die 'Provinzler'. Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet!“, freut sich der Tennis-Enthusiast über die Erfolge der Eibiswalder Senioren. „Die äußerst knappe Entscheidung tut meinem ramponierten Herz-Kreislauf-System aber nicht allzu gut“, gibt Strasser zu, doch die Leistungen von Chris Hebar, Ewald Krampl, Oliver Fuchs und Co. freuen den Vollblutfunktionär.

Titel im letzten Spiel

Es war das denkbar knappste Ergebnis, das man sich vorstellen kann: Ein halber Punkt Vorsprung reichte den Eibiswaldern zum Wintermeistertitel. Dabei hatte der finale Gegner bereits alle Trümpfe in der Hand, führte im letzten Spiel klar, doch eine unglaubliche Energieleistung im letzten Einzel und im anschließenden Doppel ließ den für Gratkorn bereits sicher scheinenden Titel in die Weststeiermark wandern. Es ist bereits der vierte Steirische Meistertitel in der Wintermeisterschaft in Folge für die Eibiswalder. Solche Ergebnisse machen natürlich Lust auf mehr: In diesem Jahr soll endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga der Tennissenioren geschafft werden, ein Ziel, an dem man zweimal hintereinander im Play-Off gescheitert war.

Eibiswalder Traum

Strasser ist auch für die Freiluftsaison vorsichtig optimistisch: „Es gibt natürlich ein gewisses Restrisiko, es sollte sich in der entscheidenden Phase kein Spieler verletzen oder beruflich verhindert sein.“ Der Eibiswalder Funktionär sieht sich mit seinem Team jedoch gut aufgestellt. Die härtesten Brocken um den Landesmeistertitel sind die „üblichen Verdächtigen“ von LUV Graz, Grazer Tennis-Club, Hartberg und Bruck an der Mur. Strasser will es unbedingt schaffen. Für Eibiswald wäre ein Bundesligaaufstieg eine echte Sensation und der engagierte Funktionär weiß, wie eng die Entscheidung letztlich werden kann. „Die Mannschaft ist zu einem echten Team gereift, verfolgt das Ziel Aufstieg akribisch und will einfach einmal in der Elite des Österreichischen Senioren-Tennissports mitspielen", erzählt Strasser. Er weiß auch, dass in einem kleinen Ort wie Eibiswald das abverlangte hohe Niveau auf Dauer nicht zu halten sein wird. Noch heuer könnte es mit der Realisierung des Eibiswalder Traums aber klappen.

von Franz Krainer
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