08.01.2018, 12:24 Uhr

"Meine Verletzung war kein Nachteil" - Julia Scheib im WOCHE-Interview

Nach ihrer Verletzung im März 2016 steht Julia Scheib längst wieder auf den Pisten - und fühlt sich fit für Europacup und Junioren-WM. (Foto: Privat)

Mitten in ihrer ersten Europacup-Saison: Die Frauentaler Skiläuferin Julia Scheib im exklusiven Interview mit der WOCHE Deutschlandsberg.

Fast zwei Jahre ist es nun her, dass Julia Scheib bei den Olympischen Jugendspielen im Super-G Silber holte. Kurz darauf warf eine Verletzung die Frauentaler Skiläuferin zurück, aber nicht lange: Nicht einmal ein Jahr später stand sie wieder auf der Piste. In dieser Saison gab die 19-Jährige ihr Debüt im Europacup und war schon Vorläuferin beim Weltcup in Sölden. Nun blickt sie schon wieder nach vorne auf die Junioren-WM.

Wie haben Sie das in so kurzer Zeit geschafft?
JULIA SCHEIB: 
Im Nachhinein glaube ich, dass die Verletzung nicht unbedingt von Nachteil war. Ich hatte Zeit, um an mir körperlich sowie mental zu arbeiten. Ohne Vergleich zu den anderen, ohne Stress. Konditionell habe ich natürlich sehr viel trainiert. Ich habe aber auch die Ruhe und Zeit für andere Dinge genossen.

Wie fühlen Sie sich momentan gesundheitlich?
In erster Linie bin ich froh, dass mein rechtes Knie, bei dem ich mir 2016 das Kreuzband sowie den Meniskus gerissen habe, keinerlei Probleme macht. Bei den Rennen geht es mir körperlich klasse. Zwischen den beiden Durchgängen und auch nach den Rennen kann ich sehr schnell regenerieren, um am nächsten Tag wieder voll da zu sein. Stärker kann man immer werden, aber momentan befinde ich mich mit meiner Fitness auf einem sehr hohen Niveau.

Ist die​ Verletzung noch irgendwo im Hinterkopf drinnen?
Nein, zu null Prozent.

Welche Pläne haben Sie für die laufende Saison und darüber hinaus?
Eines der Ziele ist, im Riesentorlauf, Super-G und in der Abfahrt im Europacup Fuß zu fassen. Zurzeit fahre ich noch alles, aber auf diese drei Disziplinen werde ich mich spezialisieren. Der Vergleich mit den anderen im Training hat mit gezeigt, dass ich ganz vorne mitmischen kann.

Welche Wettbewerbe stehen in dieser Saison an?
Seit den letzten Europacup-Abfahrten vor Weihnachten habe ich vor allem viel trainiert. Jetzt geht's dann weiter mit weiteren FIS-Rennen und Europacup-Rennen. Meine Konzentration gilt vor allem der Junioren-WM in Davos, die Anfang Februar stattfindet.

Wie gestalten Sie Ihr Training?
Im Herbst konnte ich mit dem Nachwuchskader optimal trainieren. Derzeit trainiere ich mit dem B-Kader, einen großen Unterschied zwischen den beiden gibt es eigentlich nicht. Wenn ich kein Skitraining auf der Piste oder ein Rennen habe, ist es wichtig Kraft und Ausdauer zu erhalten. Deswegen trainiere ich jeden Tag. Im Winter bin ich sicher jede Woche unterwegs und immer nur für ein bis zwei Tage daheim.

Sind Sie mit Ihrem Saisonstart zufrieden?
Bei den Europacuprennen in Norwegen fehlte noch die Konstanz. Die Zwischenzeiten waren gut, aber natürlich muss man von Start bis Ziel eine Topleistung bringen. Jetzt heißt es die Trainingsleistung im Rennen umzusetzen, dann werd ich auch da vorne mitfahren.
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