08.01.2018, 14:52 Uhr

Neuer Obmann mit alten Traditionen beim WSV Aichberg

Rene Laufer will mit dem WSV Aichberg die Weinebene verstärkt für die Skiausbildung der Eibiswalder Kinder nutzen. (Foto: Franz Krainer)

Wachablöse beim WSV Eibiswald-Aichberg: Nach 17 Jahren nimmt Obmann Erich Heusserer den Hut beim Skiklub.

Schon bei der nächsten Jahreshauptversammlung im Februar soll mit Rene Laufer ein neuer Obmann beim WSV Eibiswald-Aichberg installiert werden, der die große Traditiion des Vereins fortführen soll. Zwar gibt es den legendären Alois-Ogertschnig-Abfahrtslauf vom Fürpasskogel schon zwei Jahrzehnte lang nicht mehr, doch in der Jugendarbeit haben sich die Aichberger in den letzten Jahren einen großen Namen gemacht. „Ende Jänner werden bei unseren Kinderskikursen wieder mehr als 120 Kinder an Österreichs Volkssport herangeführt", erzählt der designierte Obmann. "Obwohl das Interesse der Eltern doppelt so hoch wäre, können wir logistisch nicht mehr Plätze anbieten“, ist Laufer fast ein wenig enttäuscht.

Zu hohe Kosten für Familien

Die Anzahl an speziell ausgebildeten Betreuern für die Kindergruppen ist nämlich beschränkt, sie müssen alljährlich in einer Ausbildungswoche in Wagrain auf diese Aufgabe vorbereitet werden. „Leider ist die Fahrt zu unserem Hausberg, der Weinebene, knapp 50 Kilometer lang", sieht Laufer darin einen entscheidenen Kostenfaktor neben den immer teurer werdenden Ausrüstungen und Liftkarten. "Der Skisport ist für Familien mit mehreren Kindern fast nicht mehr finanzierbar, obwohl das Interesse am Skisport in unserer Gegend weiterhin ungebrochen ist“, weiß Laufer, der wie die heutigen Kids bereits mit fünf Jahren die ersten Rennen und Skikurse mit dem WSV Aichberg erlebt hat. Hier greift die Marktgemeinde Eibiswald den Eltern unter die Arme, zum Kursbeitrag gibt einen kräftigen Zuschuss. „Vor allem die Eltern sollten mit den Kindern einige Male während der Saison auf die Piste gehen, nur dann ist die Nachhaltigkeit unserer Kurse auch garantiert“, wünscht sich Laufer ausreichend Engagement der Familien für den Skisport.

Traditionen haben Stellenwert

Der zukünftige Obmann ist selbst engagierter Sportler, spielte viele Jahre beim SV Eibiswald Fußball, ist ein besessener Biker und macht auch in den Laufschuhen viele Kilometer. „Sport hat für mich in meinem Leben einen sehr hohen Stellenwert, die Aufgabe als Obmann sehe ich vor allem auch als Engagement für mehr Sport für unsere Jugend in einer bewegungsarmen Zeit", setzt sich der fitte Mittvierziger das Ziel, vor allem Jugendliche zum Sport zu animieren. Dass dafür eine funktionierende Organisationsstruktur beim WSV Aichberg notwendig ist, weiß Laufer, doch es gibt auch bestimmte Grundsätze. „Ein Verein mit einer großen Tradition wie der WSV Aichberg hat einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert und schon aufgrund seiner Statuten klar definierte Aufgaben, die es umzusetzen gilt“, geht Laufer mit Respekt, aber auch viel Zuversicht an seine neue Aufgabe heran.

von Franz Krainer
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Rupert Pelzmann aus Deutschlandsberg | 08.01.2018 | 16:59   Melden
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