01.09.2014, 16:26 Uhr

Selbstbewusster Zug zum Tor

(Foto: Franz Krainer)

Diesmal unterlagen die Groß St. Florianerinnen 0:2, doch sie sind auf einem guten Weg.

„Aller Anfang ist schwer!“ – Schon um Christi Geburt kam der römische Epiker Ovid zu dieser Einschätzung. Gleiches erfahren derzeit die Fußballdamen aus Groß St. Florian.

Den Sprung auf's große Feld verkraften

Der Sprung vom Kleinfeldfußball auf das große Spielfeld muss verkraftet werden, in der Oberliga Süd spielen starke Mannschaften wie Loipersdorf und als erstes Deutschlandsberger Team will Günther Brioznik mit seinem Team dort mitmischen. „Wir lernen aus jedem einzelnen Spiel. Mich begeistert vor allem die Kameradschaft meiner Mädchen und der Wille, bei jedem Training etwas dazuzulernen“, freut sich der Trainer über seine selbstbewussten Ladies, die natürlich Ziele haben. „Ein Platz im Mittelfeld wäre für unsere Mannschaft heuer ein Erfolg, mittelfristig ist das Ziel die Landesliga“, formuliert es eine der jungen Kickerinnen.

Scarlet Schuster fällt länger aus

Die Entwicklungsfähigkeit der Spielerinnen ist unbestritten, Glück und Verletzungsfreiheit sind aber ebenfalls Fakten, die berücksichtigt werden müssen. Langzeitrekonvaleszenz von Leistungsträgern wie bei Scarlet Schuster sind für den Trainer natürlich kontraproduktiv.

Ersatz-Torfrau Tappler fehlte im Feld

So musste auch für die am Seitenband lädierte Torfrau Michaela Neukirchner eine Feldspielerin in den Kasten: Theresa Tappler war gegen Loipersdorf sensationell gut, doch im Spiel der Weststeirerinnen fehlte die ballsichere und kampfstarke Theresa an allen Ecken und Enden. Trotzdem war Brioznik mit den gezeigten Leistungen seiner Spielerinnen zufrieden: "Die Mädchen kämpften um jeden Ball, deutlich konnte man aber erkennen, dass vor allem die Ruhe am Ball und die Laufwege ohne Ball noch nicht stimmten.“

Zwei Spielerinnen machten den Unterschied

Trotzdem: der wirkliche Unterschied zwischen den routinierten Gästen aus Loipersdorf und Groß St. Florian lag neben der körperlichen Überlegenheit bei zwei Spielerinnen der Gäste: Loipersdorfs Loretta Rabl schoss nicht nur ein Traumtor, sie dominierte als Beste auf dem Platz das Spiel. Ebenfalls großen Anteil am 2:0-Auswärtserfolg hatte Katharina Wagner, die auf der rechten Außenbahn kaum zu halten war. Die körperlich unterlegenen Groß St. Florianerinnen stützten sich auf eine sensationell agierende Theresa Tappler im Tor, auf die aggressive Verteidigerin Marie Therese Resch und die pfeilschnelle Angreiferin Melanie Worisek.

Liga-Respekt ist nicht mehr weit

Diesmal konnten die Weststeirerinnen die 0:2-Heimniederlage nicht verhindern. Wenn allerdings Einsatz und Begeisterung weiterhin stimmen, wird das Team um Günther Brioznik in der Liga sportlich schon bald den gebührenden Respekt erfahren.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.