06.10.2014, 17:20 Uhr

St. Peter steckt in der Krise

Jürgen Dobaj (li.) gegen Luka Pekez (St. Peter). (Foto: Franz Krainer)
Der 3:1-Sieg gegen den Tabellenletzten Heimschuh kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Traditionsverein St. Peter im Sulmtal tief in der sportlichen Krise steckt. Die Mannschaft ist trotz 9 Punkten in den letzten Wochen total verunsichert, spielerisch in einem desolaten Zustand und man hat das Gefühl, dass die Spieler am Feld froh sind, wenn sie nicht angespielt werden. Es fehlt an der Raumaufteilung, die Fehlpassorgie gegen Heimschuh konnten selbst die eingefleischtesten Fans nicht fassen, oft mündeten die Äusserungen der spärlich erschienenen St. Peter-Anhänger gegen Heimschuh in fassungslosem Kopfschütteln. Heimschuh startete blitzartig, 0:1 durch Beciri bereits nach 2 Minuten. Der Tabellenletzte spielte praktisch das gesamte Spiel bei St. Peter auf Augenhöhe mit den Hausherren, trotzdem konnte das Heimteam nach 90 Minuten einen 3:1-Sieg (Tore: Marko Cic 12., Luka Pekec 41., Rok Morsi 91.) in die Kabine retten. Unübersehbar: es fehlten die spielerischen Mittel, um Heimschuh unter Druck zu setzen. Obmann Walter Glockengießer, seit 45 Jahren treibende Kraft in St. Peter wirkte nach dem Spiel ratlos: „Wir haben im Sommer viel getan, um ein Team zu haben, das um die vorderen Plätze mitspielen kann!“ Es mangelt nicht an der Qualität , warum Mannschaft (oder Trainer) nicht in der Lage sind, die Leistung abzurufen weiß ich nicht. Glockengießer: „Ich bin nicht für Schnellschüsse, warten jetzt die Herbstsaison ab, bevor wir Entscheidungen treffen. Sowohl Trainer oder auch Spieler könnten zur Disposition stehen“. Sorgenfalten im Gesicht des Langzeitobmanns bei der Frage nach den Funktionären: „Kassier Oskar Kainacher , Hans Kinzer, Manfred Reiterer und ich versuchen alles, um ein gewisses Niveau zu erreichen. Leider haben wir alle ein biologisches Ablaufdatum und Nachwuchs auf Funktionärsebene ist weit und breit nicht zu sehen“, macht sich der 67-jährige große Sorgen um seinen geliebten Verein.
Franz Krainer
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