05.10.2014, 09:37 Uhr

„Der ländliche Raum muss am Leben bleiben“

Der langjährige Rachlinger Almhalter Franz Weber schreitet voran
Marhof: Almabtrieb der lFS AltGrottenhof in Rachling |

Almabtrieb der LFS-Alt-Grottenhof

Am Freitag, 3. Oktober traf man sich vor dem Gasthaus Höllerhansl, Rachling , um mit dem Direktor der LFS Alt-Grottenhof Dir. Dipl.Ing. Erich Kerngast eine Wanderung auf die „Klugbauer- Alm“ vorzunehmen. Das Interessante dabei war , dass an diesem Tag die 22 weiblichen Kälber und Muttertiere nach ihrem Almaufenthalt von Mai bis Oktober wieder in Richtung Tal –bis Rachling- geführt wurden, um dort - auf LKW verladen- wieder in ihre „Heimat“ – der LFS Alt-Grottenhof – gebracht zu werden.
Die „Murbodner“ , so konnte man es freien Auges feststellen, sind in dieser Zeit Dank der ausgezeichneten Betreuung durch den Almhalter Franz Weber- der dieses Amt (übernommen von Vater Alex, der seit 1970 das Rindvieh betreute) nun auch schon 5 Jahre lang ausübt- bestens gediehen, getreu dem Spruch: „Das Auge des Herrn mästet das Vieh“.
Früher - in den 50er Jahren- erfolgte die „Verlegung“ von Mensch und Tier ja von Alt-Grottenhof direkt in einem anstrengenderen Fußmarsch bis zur Klugbauer-Alm.
50 SchülerInnen betreuten zwischenzeitlich die Tiere und bauten fast „eine zwischenmenschliche Beziehung“ auf und daher erfolgte am Freitag auch eine „emotionale Rückkehr“ zusammen mit den Tieren, die ihnen so richtig ans Herz gewachsen sind.
Klar kam der Stolz auf den landwirtschaftlichen Beruf mit Viehzucht bei ihnen zum Vorschein, der als Ziel haben muss sich mit den Tieren zu identifizieren und daher auch den Frieden und Einklang mit der Umwelt erwirkt.
Dir. Kerngast sprach es deutlich aus: „Der ländliche Raum muss am Leben bleiben“ und erfreute sich daran, dass die Landwirtschaftliche Fachschule am Stadtrand von Graz , die seit 25 Jahren als Bio-Betrieb geführt wird, noch immer stark frequentiert ist und keinerlei Schülermangel aufweist . Das Areal bietet eine Nutzfläche von 60 ha (mit der Almwirtschaft) und der Schulleiter ist seit 10 Jahren engagiert für seine SchülerInnen da, unter der Maxime, dass „Lernen Früchte tragen müsse“. Die Ausbildungsschwerpunkte umfassen Land- und Forstwirtschaft , Land- und Forsttechnik , Obstwirtschaft , Weinbau und Kellerwirtschaftlandwirtschaftliche und gärtnerische Handelsschule
„Es ist dies ein sehr schöner Beruf , negativ ist nur , dass die die öffentlichen Mittel- und damit verbunden ein freierer Schul-Gestaltungsraum - immer geringer werden.“
Sowohl Mensch als auch Tier wurde – kurz vor dem Welttierschutztag- von der Mannschaft des GH Höllerhansl, der Familie Ganster, freundlichst empfangen und anschließend bestens gestärkt, ehe es zurück nach Graz- Alt-Grottenhof, Krottenhofer Straße- Biologischer Landbau mit Direktvermarktung- ging.
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