20.05.2016, 18:24 Uhr

Gut zu wissen wo's herkommt - auch bei verarbeiteten Lebensmitteln

Stelldichein beim Weststeirischen Hof in Bad Gams mit den Wirtsleuten Sonja und Klaus Kalthuber, Fachberaterin Johanna Huber, Kammersekretär Michael Temmel, dem Gemüsebauern Werner Kölbl, Bezirksbäurin Angelika Wechtitsch und Kammerobmann Christian Polz.

Im Rahmen der Woche der Landwirtschaft fordert die Landwirtschftskammer eine Kennzeichnung regionaler Produkte in Lebensmitteln - und das auch auf den Speisekarten.

"Woher kommt denn das Fleich für das herrliche Schnitzel auf meinem Teller?" Diese Frage ist von Gästen in Buschenschänken, Gasthäusern und Restaurants immer öfter zu hören. Um diesem Wunsch nach umfassender Information gerecht zu werden und auch das Bewusstsein für qualitätvolle Produkte in den verarbeiteten Speisen zu stärken, nimmt jetzt die Landwirtschaftskammer Steiermark einen Anlauf, die Herkunftsbezeichnung für bereits verarbeitete Lebensmittel auch auf den Speisekarten zu deklarieren. Denn eines ist klar: In Zeiten der Globalisierung der Märkte und der Internationalisierung des Angebotes zeigen sich viele Konsumenten verunsichert - da gibt die Nähe zu landwirtschaftlichen Produkten mit Herkunftsbezeichnung ein Gefühl von Gewissheit, sich und anderen etwas Gutes zu tun.

Aus Österreich oder sogar vom Bauern im Bezirk

Genau diese Bewusstseinsbildung um die Qualität regionaler Lebensmittel aus unseren bäuerlichen Betrieben ist ja schon seit Jahren unser Credo", freut sich Bezirksbäuerin Angelika Wechtitsch über diese Initiative, die kürzlich im Weststeirischen Hof von Sonja und Klaus Kalthuber in Bad Gams präsentiert worden ist. Und der Schauplatz ist mit Bedacht gewählt - ein Blick in die Speisekarte genügt: Vom Fruchtsaft über das Woazschwein bis hin zu Apfel-Balsamico-Essig und fruchtigste Marmeladen ist die ganze Angebots-Palette mit der genauen Herkunft aus den einzelnen Betrieben im Umland bezeichnet.

Herkunft muss erkennbar sein

"Das ist zwar sehr viel Aufwand, aber der Effekt lohnt sich. Gerade eben haben sich Gäste per E-Bike auf den Weg zu jenem Bauernhof gamacht, bei dem die Marmelade hergestellt wird, die ihnen schon beim Frühstück so gut geschmeckt hat", freut sich Karl Kalthuber. Unter den regionalen Lieferanten ist auch Gemüsebauer Werner Kölbl aus Wundschuh, der ganz aktuell mit frischem Spargel überzeugt.
"Natürlich", räumt Landwirtschafts-Kammerobmann Christian Polz ein, "es gibt schon einen ganzen Dschungel an Gütesiegeln und der Verwaltungsaufwand für die Wirte ist ohnehin schon enorm, man denke nur an díe Allergenverordnung, die Registrierkassenpflicht und viele Regelungen mehr - aber die Kennzeichnung der Herkunft der verarbeiteten Produkte ist ja quasi eine Qualitäts-Auszeichnung für den Betrieb", spricht Polz die Vernetzung von Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus an. Transparenz und Klarheit schaffen dabei Vertrauen.


Made in Austria

Auch die österreichische Herkunftsbezeichnung z.B. mit dem AMA-Gütesiegel ist eine Qualitäts-Marke.
Mit dem AMA-Gastrosiegel können Wirte den regionalen Einsatz von Rohstoffen zertifizieren lassen und geben in der Speisekarte Auskunft, woher die Rohstoffe Fleisch, Milchprodukte, Eier, Obst und Gemüse sowie Wild oder Süßwasserfisch stammen.

Auch die WOCHE startet eine Kampane für mehr Regionalität, die Infos dazu finden Sie hier
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