09.09.2014, 09:52 Uhr

Kreativität für ein weiteres Leben

Mit Leib und Seele Keramikerin

Die Stainzer Keramikerin Annemarie Klug belebt Haus und Garten.

„Schon als Kind habe ich mich für schöne Gefäße interessiert“, kam für die Kunsthandwerkerin nach der Schule Töpferin als einziger Beruf in Frage. Konsequent verfolgte sie mit der Lehre im Bad Gamser Betrieb Löcker ihren Weg, den sie 1978 mit der Meisterprüfung abschloss. „Fertig ist man nie“, weiß Annemarie Klug, dass nur die Bereitschaft, Neues anzunehmen, im Beruf weiterbringt. Viele Kurse, Workshops und Seminare waren die logische Folge, zumal sie sich in ihrer Arbeit mehr und mehr der künstlerischen Gestaltung zuwandte. Der Schritt in die Selbstständigkeit erfolgte 1979, die heutigen Werkstätten- und Verkaufsräumlichkeiten in der Sauerbrunnstraße bezog sie 1991, nachdem sie davor im elterlichen Anwesen wenige Häuser weiter tätig war.
Die ersten Jahre waren wohl kein Honiglecken. Zumal die Kunsthandwerkerin gemeinsam mit Ehemann Johann den Kinder Katharina und Stefan (er ist als Nachfolger im Betrieb vorgesehen) Mutter und Erzieherin sein musste. Dennoch: Einen Zweifel an der Berufsentscheidung gab es nie, die stete betriebliche Aufwärtsentwicklung sorgte für zusätzliche Motivation.
Warum sie die Keramik bis zum heutigen Tag faszinierend findet? Weil sie so viele unterschiedliche Ausformungen und künstlerische Herausforderungen bietet. Das Werkstück beginnt beim Töpfern und Modellieren zu entstehen, bevor es seinen Weg zu Roh- und Glasurbrand in den 1.240 Grad heißen Brennofen findet. „Die Auswahl des Tons ist entscheidend“, setzt Annemarie Klug bei ihren Dekor- und Designstücken auf höchste Qualität, auch die Glasur fertigt sie selbst an. Denn jedes Unikat soll dem Inhaber auf Dauer künstlerische Freude bescheren. Einen Eindruck davon gewährt die Kunsthandwerkerin bei ihrer alljährlichen Sommer- und Weihnachtsausstellung.
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