25.11.2016, 21:45 Uhr

Letzte Sperrstund' für den Weinkeller Stainz

Ein Prost auf schöne Zeiten
Stainz: Weinkeller |

Wechsel in der Eigentümerstruktur bewirkte das Aus.

Sperrstund‘ is, jo irgendeinmal mocht jedes Lokal a bisserl zu! Hans Moser besang in seinem legendären Wiener Lied das abendliche Zusperren im Wissen, dass tags darauf wieder offen ist. Beim „Stainzer Weinkeller“ in der Kärntner Straße wird es diesen zweiten Teil nicht mehr geben, am vergangenen Freitag schloss er für immer seine Eingangstür.
Vor gut zwei Jahren wurde das Lokal mit dem anheimelnden Ambiente eröffnet. Viel Mühe, Zeit und Herzblut investierten die Mannen von „Novem“, um dem davor versteckten Kellerraum zu gastronomischem Leben zu erwecken. Die Mühe lohnte sich: Der urige Gewölbekeller etablierte sich als Treffpunkt für Weinliebhaber und Location für Hochzeiten, persönliche Meetings, Firmenfeiern, Schminkvorführungen und Kabarettabende. Das Projekt wurde von Weinbauern der Region mitgetragen, die ihre Weine zur Verkostung und zum Verkauf anboten. Der Ruf des Lokals war untadelig, die Veranstaltungen für Frauen erfreuten sich eines großen Zuspruchs.
Ein Wechsel in der Eigentümerstruktur brachte das motivierte Vorhaben zum Einsturz. Die neue Chefin machte unmissverständlich klar, dass ihr an einem Kellerlokal nichts liegt. Daran konnte auch ein positives Lärmgutachten der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg nichts ändern. Das Angebot der Eigentümerseite, einmal im Monat offen zu halten, war aus unternehmerischer Sicht keine Option. „Es tut schon ein bisschen weh“, war damit die endgültige Schließung des Lokals für Betreiberin Claudia Dunst-Mösenlechner die schmerzvolle Alternative.
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