29.09.2017, 17:53 Uhr

PPC Insulators Frauental von Finanzpolizei überprüft

Beamte der Finanzpolizei waren am Mittwoch im PPC-Werk in Frauental. (Foto: BMF/Citronenrot)

Die Finanzpolizei war am Mittwoch im Frauentaler Werk von PPC Insulators im Einsatz.

Das von der Schließung bedrohte PPC-Werk in der Porzellanfabrik Frauenthal war am Mittwoch Ziel eines Einsatzes der Finanzpolizei. Die Beamten waren infolge einer anonymen Anzeige ausgerückt. Grund für die Untersuchung sollen Arbeiter aus der Slowakei gewesen sein. Mitarbeiter des slowakischen PPC-Werks aus Nové Sady waren zur Einschulung längere Zeit im Frauentaler Werk beschäftigt. Diese wären aber mutmaßlich nicht dementsprechend entlohnt worden oder wären erst gar nicht angemeldet gewesen. Für Gewerkschafter Josef Muchitsch, der sich für den Erhalt des Werkes einsetzt, wäre es eine herber Schlag für die ohnehin angespannte Stimmung in der Belegschaft: "Nach der beabsichtigten Schließung auch noch mutmaßlich illegale Beschäftigungen durchzuführen, das würde dem Fass den Boden ausschlagen." Die Werksleitung der PPC Insulators in Frauental wolle sich zu dem Vorfall nicht äußern.

Ergebnis unklar

Auch die Finanzpolizei Deutschlandsberg gab bisher keine Auskunft über den Fall. Was das tatsächliche Ergebnis der Untersuchung war, ist also noch unklar. Auch woher der Hinweis an die Finanzpolizei kam, ist nicht bekannt, da solche Anzeigen in den allermeisten Fällen anonym passieren. Muchitsch vertraut jedenfalls den Beamten: "Wenn österreichische Behörden so etwas kontrollieren, dann landen sie auch einen Volltreffer."
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