27.06.2017, 14:05 Uhr

"Public-Private-Partnership" in der Abfallsammlung

Eine sehr interressierte Runde traf sich zum Thema Ressourcenparks, Abfallwirtschaft und "Public-Private-Partnership". (Foto: SPÖ Region Südwest)

Die Gemeinden Deutschlandsberg, Frauental und Preding beabsichtigen eine Projektgesellschaft (Public-Private-Partnership – kurz PPP) mit dem Zwecke einer gemeinsamen Müllsammlung zu gründen. Ziel ist durch einen effizienteren Ressourceneinsatz die Kosten zu verringern und den Haushalt der Gemeinde zu entlasten sowie den Nutzen für die Bevölkerung zu vermehren.

GVV-Regionalvorsitzende Barbara Spiz hat die SPÖ-Gemeindeverantwortlichen des Bezirkes Deutschlandsberg zum Thema „Zukunft der Abfallwirtschaft im Bezirk“ eingeladen. „Die beiden Bezirke Deutschlandsberg und Leibnitz haben unterschiedliche Zugänge was dieses Thema betrifft“, eröffnete GVV-Regionalvorsitzende Barbara Spiz die Sitzung in Frauental. Im Bezirk Leibnitz hat der Abfallwirtschaftsverband mit den Gemeinden beschlossen, so genannte Ressourcenparks zu errichten.

Neue Wege zur Entsorgung

Im Bezirk Deutschlandsberg gehen die drei Gemeinden Deutschlandsberg, Frauental und Preding mit dem "Public-Private-Partnership", kurz PPP, zumindest in der Abfallsammlung einen andersartigen, zukunftsorientierten Weg der Zusammenarbeit, der vom Hausherrn, Bürgermeister Bernd Hermann, vorgestellt wurde.

Diese Form der vertraglich geregelten Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen der Privatwirtschaft gibt es schon länger. Seit ca. zehn Jahren besteht im Bezirk Voitsberg erfolgreich eine solche "Public-Private-Partnership".
In einem zweistufigen, EU-weitem Ausschreibungsverfahren gilt es nun für die Gemeinden Deutschlandsberg, Frauental und Preding den jeweils geeignetsten Partner für die Bildung dieser gemeinsamen Entsorgungsgesellschaft zu finden.

Effizienz und Kostenersparnis

Künftig wird in den drei Gemeinden die Sammlung des kommunalen Abfalls und des Gewerbemülls von der neu gegründeten Projektgesellschaft durchgeführt. Aufgrund des zu erwartenden Ausschreibungsergebnisses und die effizientere Abwicklung in der GesmbH. soll diese gesetzlich verankerte Aufgabe der Gemeinde in Zukunft kostengünstiger funktionieren.
Aufgrund der Zusammenarbeit mit einem privaten Partner wird in der GesmbH. auch die Wirtschaftlichkeit eine wesentliche Rolle spielen, wodurch für die Gemeinden zusätzliche Einnahmen (Gewinne) aus der unternehmerischen Tätigkeit entstehen sollen. Der Vorteil dieser Erlöse ist laut Bürgermeister Bernd Hermann, dass diese nicht zweckgebunden dem Haushalt der Gemeinde zugeführt werden müssen, sondern bedarfsorientiert verwendet werden können. "Damit profitieren die Bürger doppelt", so Hermann und ergänzt: "Die Gemeinden Deutschlandsberg, Frauental und Preding sind mit diesem "Public-Private-Partnership" außerdem Arbeitgeber im Bezirk, sichern regionale Arbeitsplätze und lukrieren zusätzliche Kommunalsteuereinnahmen."

Der Start der Projektgesellschaft ist mit 1. Jänner 2018 geplant.
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