13.09.2017, 20:16 Uhr

Spatenstich der Feindestillerie Krauss

Der erfolgreiche Wirtschaftsstandort St. Martin im Sulmtal wird im kommenden Jahr um eine Attraktion reicher – und diese hat es durchaus in sich.

Die Feindestillerie Krauss eröffnet im Sommer 2018 einen neuen Betrieb, am Mittwoch erfolgte der Spatenstich. Die Bauherren Carmen Hermann-Krauss und Werner Krauss präsentierten ihre Pläne für die Zukunft, das ständige Wachstum soll durch einen modernen Betrieb sichergestellt und weitergeführt werden.

Wenn das Hobby zum Beruf wird


Was vor 10 Jahren als Hobby in der eigenen Garage in Schwanberg begann, ist mittlerweile ein weltweit renommiertes und preisgekröntes Unternehmen geworden. Bei den Word Spirit Awards in San Francisco heimste die Destillerie Krauss für ihre sensationellen Produkte zahlreiche Preise ein. Der Erfolg der letzten Jahre macht einen Umzug nötig, es muss mehr Platz her, der Betrieb wächst. In St. Martin entsteht nun ein neues Schmuckstück, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Unter anderem werden rund 500 Fass Whiskey in Zukunft in der neuen Firma Platz finden. Seit zwei Jahren betreibt das Ehepaar die Destillerie hauptberuflich und setzt nun mit einer modernen, vollautomatischen Abfüllanlage und auch technologisch auf neustem Stand sein. Auch ökologisch soll alles auf dem Stand der Zeit sein. Die Prozessabwärme wird über Wärmetauscher zurückgewonnen und für die Beheizung sowohl der Produktionshalle als auch des Büro- und Wohngebäudes genutzt. Der Stromverbrauch der Brennerei wird über eine Photovoltaikanlage am Dach der neuen Betriebsstätte abgedeckt. Auf 4000 m² Grund soll ein Betrieb mit 1400m² entstehen. Wie das ganze aussehen soll, können sie in der Fotogalerie sehen.

Moderner Wohn- und Arbeitsplatz


Bürgermeister Franz Silly freut sich einen weiteren Betrieb für seine Gemeinde gewonnen zu haben. „Wir werden die Destillerie Krauss nach all unseren Kräften unterstützen und sind sehr froh, dass sie sich für St. Martin als neuen Standort entschieden haben. Es sind solche Betriebe, die das Gemeindeleben sicherstellen und dem Landabzug entgegenwirken. Es entstehen Arbeitsplätze und die Familien bleiben im Ort.“ Doch nicht nur St. Martin profitiert vom Erfolg der beiden Jungunternehmer. Sie setzen bei ihren Produkten vor allem auch auf regionale Qualität. So kommt etwa der Landmais für den preisgekrönten Gin aus dem benachbarten St. Peter, die Trauben für den preisgekrönten Weißwein Muscaris stammen aus Bad Gams. Hier ist Frau DI Dr. Carmen Hermann vor allem die Qualität wichtig: „Es steht ja heutzutage überall Bio drauf, aber deshalb ist noch lange nicht alles Bio und es wird trotzdem zum Beispiel gespritzt. Wir setzen bewusst auf ältere Sorten, die deutlich widerstandsfähiger sind und auch nicht gespritzt werden müssen.“

Spätestens beim Einzug im Sommer 2018 werden wir wieder bei den Jungunternehmern vorbeischauen, in den nächsten Jahren sollen durch die Betriebsansiedelung bis zu acht neue Arbeitsplätze entstehen.
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