18.10.2017, 14:10 Uhr

Spezialitäten aus dem Schilcherland kämpfen um steirischen Landessieg

Fünf Deutschlandsberger Betriebe schafften es ins Finale der Spezialitätenpramierung, für die anderen gab es Prämierungen. (Foto: GRÖ/Suppan)

Im Steiermarkhof wurden die Finalisten für die Steirische Spezialitätenprämierung 2018 bekanntgegeben.

Aus dem Bezirk Deutschlandsberg schafften es gleich fünf Betriebe ins große Finale der Steirischen Spezialitätenprämierung: Die Bio-Hofkäserei Deutschmann aus Frauental mit dem Bio-Kürbiskernkäse und Anne Michelitsch aus Wies mit Trockenwürstl haben es geschafft. Die Familie Kainacher aus Eibiswald geht mit Selchwürstel sowie Rohschinken vom südoststeirischen Woazschwein ins Rennen. Aus der Handwerkskäserei Mago und Söhne aus Hollenegg haben es die Sorten "Blaues Schaf" und "Knoblauchpraline" ins Finale geschafft. Von der Spezialitätenfleischerei Kollar aus Deutschlandsberg wurden gleich vier Produkte nominiert: der steirische Rohspeck geräuchert sowie der Schinkenspeck luftgetrocknet und geräuchert (alles vom schwäbischen-hällischen Hausschwein), außerdem der Burgegger Schinkenkrainer handgespeilt und gekocht, auch bekannt als Osterkrainer.

Finale beim GenussSalon

Insgesamt wurden von bäuerlichen und gewerblichen Handwerksbetrieben aus der ganzen Steiermark 426 Produkte eingereicht. 82 Prozent davon bestanden den Sensoriktest und dürfen sich über eine Prämierung freuen - darunter auch fünf Spezialitäten von Deutschmann, zwei von Mago sowie je eine von Kainacher, Kollar, Michelitsch, der Hofkäserei Kronabeter aus Wies und den Bauernspezialitäten Lernpaß aus Rassach. Nur 30 Prozent der Fleisch- und 24 Prozent der Milchprodukte erreichten die volle Punktzahl und zogen somit ins Landesfinale ein. Die zehn Spezialitäten aus dem Schilcherland werden unter 121 Finalisten am 10. März 2018 in den verschiedenen Kategorien den Sieger unter sich ausmachen. Wurde die Vorausscheidung im Steiermarkhof noch von einer Fachjury nach international anerkanntem Prüfschema durchgeführt, entscheiden im März dann die Konsumentinnen und Konsumenten beim GenussSalon im Grazer Congress. Erstmalig wird dort auch der Landessieg für innovative Produkte vergeben. Bis Ende Jänner 2018 können sich Betriebe dafür noch beim Landesverband der steirischen Direktvermarkter bewerben.

Entscheidungshilfe für Kunden

Amtsdirektor Werner Brugner von der Steirischen Landwirtschaftskammer und der Frauentaler Franz Deutschmann, Obmann des Landesverbandes der steirischen Direktvermarkter und der Genossenschaft Genuss ab Hof, verliehen die Urkunden an die prämierten Betriebe. Brugner unterstrich die Wichtigkeit, sich jährlich diesem landesweiten Wettbewerb zu stellen: "So können wir die Qualitätsführerschaft für bäuerliche und regionale Spezialitäten laufend unter Beweis zu stellen." Die Steirische Spezialitätenprämierung wird von der steirischen Landwirtschaftskammer seit Jahren als Qualifizierungsmaßnahme unterstützt. Deutschmann sieht in der Erzeugung und kundennahen Vermarktung von regionalen Spezialitäten einen dauerhaft erfolgversprechenden Weg in die Zukunft. Für die Konsumentinnen und Konsumenten sind ausgezeichnete Produkte ein Garant für hohe Qualität und somit eine wichtige Entscheidungshilfe für den Kauf. Prämierungen sowie die Auszeichnung von regionalen Spezialitäten helfen außerdem dabei, hohe Standards glaubwürdig zu kommunizieren und sich damit auch am Markt gut zu behaupten.
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