19.08.2016, 13:36 Uhr

Tax Freedom Day am 21. August

Bis zum 21. August hat ein durchschnittlicher österreichischer Steuerzahler wieder nur für den Staat gearbeitet. Junge Wirtschaft und Junge Industrie fordern daher mehr Generationengerechtigkeit.

Junge Wirtschaft und Junge Industrie fordern anlaässlich des bevorstehenden Tax Freedom Days am 21. August – erst ab diesem Tag hat ein durchschnittlicher österreichischer Steuerzahler genug Geld verdient, um die jährlichen Steuern und Abgaben zu bezahlen – mehr Generationengerechtigkeit. Ihr Ziel: der Tax Freedom Day soll bis zum Jahr 2020 wieder in der ersten Jahreshälfte stattfinden, der Halbe-Halbe-Gedanke muss sich durchsetzen, sprich „Belastungen müssen durch Strukturreformen gesenkt werden“, so die beiden Vorsitzenden Burkhard Neuper und Christian Grabner.

Aktuelle Studie belegt die Zahlen

Bis übermorgen, den 21. August, werden Herr und Frau Österreicher in diesem Jahr ausschließlich für den Staat gearbeitet haben. Das geht aus einer aktuellen Studie des Austrian Economics Centers in Kooperation mit dem Karl-Bräuer-Institut hervor, die einmal jährlich den sogenannten „Tax Freedom Day“ berechnen. Dabei werden sämtliche Steuereinnahmen und Sozialabgaben durch das Einkommen der Haushalte und Betriebe geteilt und dieser Prozentsatz dann auf das Jahr umgerechnet. Ergebnis: Trotz Steuerreform gibt es beim Tax Freedom Day keine Verbesserung. Wie schon im Jahr zuvor, fällt dieser heuer dank der kalten Progression, auf den 21. August. Erst ab diesem Tag hat ein durchschnittlicher Steuerzahler genug verdient, um die vielen Abgaben und Steuern bezahlen zu können, die Jahr für Jahr fällig werden. Österreich belegt mittlerweile den zweithöchsten Platz im europaweiten Vergleich der Lohn- und Lohnnebenkosten.
Die Junge Wirtschaft und Junge Industrie sehen die Belastungen für die nächste Generation am Zenit und verlangen eine Trendwende. „Diese Entwicklungen sind ein Hemmschuh für die Wirtschaft in Österreich. Wir fordern Generationengerechtigkeit und ein Bekenntnis der Politik, dagegen mit Strukturreformen vorzugehen“, so die beiden Vorsitzenden Burkhard Neuper (Junge Wirtschaft) und Christian Grabner (Junge Industrie). Denn diese enorme Dynamik der Abgaben bilde für die Zukunft keine stabile ökonomische Basis. Beide Jungunternehmerorganisationen fordern daher, die Belastungen in den nächsten vier Jahren auf ein halbes Jahr zu reduzieren. Das konkrete Ziel heißt somit: Tax Freedom Day am 30. Juni 2020. „Halbe-halbe ist genug“, so das Duo.

Überbordende Bürokratie und Verwaltung

Wesentlicher Handlungsbedarf sind die Bürokratie, die Altersversorgung und das Thema Gesundheit und Soziales. Das Hauptproblem ist die gewaltige Verwaltung, die sich Österreich leistet. Dies schlägt sich mit Bürokratie direkt auf die Unternehmer nieder. Bei Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten gehen 15 Prozent des Umsatzes für Verwaltungsaufwand drauf, eine enorme Belastung für Kleinstunternehmer. In Österreich besteht einnahmenseitig kein Problem, sondern ausgabenseitig. Deshalb ein klares Nein zu neuen Belastungen wie Vermögenssteuern oder Megamaut. Weiters ist die Einführung eines befristeten Investitionsfreibetrages zur Schaffung von Arbeitskräfte- und Investitionsimpulsen für den Standort entscheidend und die Körperschaftssteuer sollte zumindest auf den EU-Schnitt reduziert, wenn nicht gar halbiert werden. Vorschläge, wo eingespart werden kann, liegen auf dem Tisch – jetzt heißt es die Hausaufgaben zu machen!
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