Krottenbachstraße
Gefährlicher Schulweg soll nun entschärft werden

Neos Klubobfrau Angelika Pipal-Leixner und Vater Robert Ehrenhöfer wollen einen Schutzweg auf der äußeren Krottenbachstraße.
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Auf der äußeren Krottenbachstraße gibt es keinen einzigen Schutzweg. Für Schulkinder, die die Straße überqueren müssen, ist das ein Problem.

DÖBLING. Der fehlende Schutzweg ist schon länger ein Problem. Dies bestätigte sich auch bei einem bz-Lokalaugenschein vor Ort, denn die Disziplin der Autofahrer lässt zu wünschen übrig. Das ist für Kinder am Schulweg gefährlich. Noch problematischer ist es aber, wenn es keinen sicheren Weg gibt, um die Straße zu überqueren.

So auf der äußeren Krottenbachstraße. Auf einer Strecke von 1,3 Kilometer, zwischen der Felix-Dahn-Straße und der Kreuzung zur Rathstraße und Agnesgasse, gibt es keinen einzigen Zebrastreifen. Nicht einmal an der Bushaltestelle Kleingartenverein Hackenberg auf halbem Weg der Strecke gibt es eine Möglichkeit, auf die andere Straßenseite zu gelangen.

"Mir ist das zu gefährlich. Müssen wir erst warten, bis etwas passiert?" fragt Robert Ehrenhöfer, der in der Krottenbachstraße wohnt. Er hat zwei Kinder im Schulalter, die jeden Tag mit dem Bus zur Schule fahren. Am Weg nach Hause wird es für sie problematisch: Denn wenn die Kinder nach der Busfahrt aussteigen, müssen sie auf die andere Straßenseite.

Täglicher Umweg

Ohne Schutzweg ist Ehrenhöfer das aber zu riskant. Deshalb lässt er seine Kinder bis zur weiter entfernten Bushaltestelle in Neustift fahren, wo es einen Schutzweg gibt, um auf die andere Seite zu gelangen. Die Kinder müssen dann den ganzen Weg zurückgehen, das dauert fast zehn Minuten.

Dazu kommt, dass die Straße dicht befahren ist und die Autos oft zu schnell dran sind. Tatsächlich sei es kaum möglich die Straße zu überqueren, erzählt Ehrenhöfer. Die Autos würden nicht stehen bleiben, wenn sie Fußgänger sehen, man müsse sich erst ein Loch suchen. Das könne aber dauern, weil so viele Autos unterwegs sind. "Man provoziert, dass Kinder über die Straße laufen", meint Ehrenhöfer.

Bisher war er bei seinen Anfragen an den Bezirk und die Stadt Wien erfolglos, nun unterstützt ihn Neos-Klubobfrau Angelika Pipal-Leixner. Auch sie hält die Situation für fatal. Pipal-Leixner und Ehrenhöfer sind davon überzeugt, dass schon ein Schutzweg, zumindest an der Bushaltestelle Kleingartenverein, eine Möglichkeit bieten würde die Straße zu überqueren und dabei nicht einmal den Verkehrsfluss stören würde, weil die Busse ohnehin halten müssen.

Neue Überprüfung

Bezirksvize Daniel Resch (ÖVP) verweist zwar darauf, dass es sich bei der äußeren Krottenbachstraße um keine Unfallhäufungsstelle handelt. Zwischen 1981 und 2014 sei es zu keinem einzigen Unfall gekommen. Seither habe man dennoch versucht, den Verkehr zu beruhigen und an der Strehlgasse eine Verkehrsinsel angelegt.

Er kann die Forderung für einen Schutzweg an der Bushaltestelle nachvollziehen und will sich die Situation noch einmal gemeinsam mit der MA 46 (Verkehr) ansehen. Ein Zebrastreifen sei "nur ein kleiner Schritt", meint Ehrenhöfer. "Aber er würde die Lebensqualität verbessern."

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