Fine Dining in Döbling
Juan Amador ist Österreichs erster Drei-Sterne-Koch

Juam Amador liebt es sich nach der Arbeit auch einmal bekochen zu lassen.
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  • Foto: Foto: Hillinger
  • hochgeladen von Larissa Reisenbauer

Juan Amador spricht über sein Restaurant, sein Privatleben und sein Erfolgsrezept.

Seit 2016 betreibt der ehrgeizige Spitzenkoch mit spanischen Wurzeln, Juan Amador, erfolgreich sein Fine-Dining-Restaurant in einem Grinzinger Weinkeller. Gleich im ersten Jahr wurde es mit drei Hauben und zwei Michelin-Sternen geehrt. Seitdem reisen seine Gäste aus der ganzen Welt an, um sich kulinarisch von ihm verwöhnen zu lassen.
Eigentlich wollte Juan de la Cruz Amador Perez, wie der Starkoch mit vollem Namen heißt, Jura studieren. Wie es der Zufall wollte, hat es ihn als jungen Mann in die Küche verschlagen. "Ich bin in Stuttgart aufgewachsen und zur Schule gegangen. Über ein Praktikum bin ich zum ersten Mal mit diesem Beruf in Kontakt getreten. Ich wollte eigentlich nie Koch werden, da es damals kein angesehener Job war", meint der Unternehmer. Dass er heute zu den internationalen Kochgiganten zählt, hat er seiner disziplinierten Einstellung zu verdanken. Im zarten Alter von 23 hat er seinen ersten Stern ergattert.
2004 folgte die Eröffnung seines ersten Restaurants. "Einer meiner langen Bekannten, Fritz Wieninger, hat mich gefragt, ob ich sein Restaurant übernehme. So etwas kann man nicht planen, das passiert einfach."

Gemischte Küche im Restaurant

"Immer weiter" lautet sein persönlicher Leitspruch, den der unermüdliche Vollblut-Koch einzuhalten pflegt. "Eine eigene Handschrift zu haben ist das Allerwichtigste, deshalb habe ich keine Kochbücher zu Hause, die sind verboten. Kochen ist wie Jazz, man muss nur die Noten beherrschen und das Lied kommt von allein."
Privat lässt er sich gerne selbst bekochen oder kehrt mittags bei seinem Nachbarn, dem "Pfarrwirt", ein. "Ich habe leider wenig Zeit. Wenn man die ganze Woche so unter Strom ist, lässt man sich zur Abwechslung gerne mal bedienen. Persönlich bevorzuge ich die Wiener Innereien-Küche. Am Wochenende koche ich gerne mit meiner Frau oder esse mit Freunden."
Bei seinen zahlreichen Reisen holt sich der Starkoch die nötige Inspiration. "Wir haben eine klare Linie und die wird mit neuen Einflüssen aus der ganzen Welt und natürlich auch aus der Region ergänzt. Für mich ist Österreich die perfekte Mischung zwischen Spanien und Deutschland."
Seit dem Eintrag im Michelin-Guide ist das Restaurant "Amador" (Grinzinger Str. 86) ständig ausgebucht. Ein Mittagsmenü, bestehend aus drei Gängen, kostet 79 Euro. "Wir haben einen hohen Preis und den müssen wir rechtfertigen. Wir sind kein klassisches Stammgäste-Lokal und auch kein Schickimicki-Laden", sagt Chef Amador stolz.

Mit viel Ehrgeiz zum Sternenkoch

"Man arbeitet indirekt auf diese Auszeichnung hin, um sich die Bestätigung als Koch zu holen. Das Wichtigste ist der Spaß an der Arbeit und, dass die Leute mein Restaurant satt und glücklich verlassen." Sein zweiter Leitspruch lautet: "Auf steinigem Weg zu den Sternen". "Ich habe keine Hobbys, ich lebe meinen Job. Wenn ein Ziel erreicht ist, steckt man sich ein Neues", erklärt er weiter. Die nächste Geschäftsidee schmiedet der talentierte Koch bereits. "Zurzeit plane ich ein Hotel in Lissabon."

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