Pianist Lothar Renee
Klavierkonzerte von Döblinger gespielt

Seinen 75. Geburtstag feierte er im berühmten Cafe Florian in Venedig. Dort spielte er ein Kurzkonzert.
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  • Seinen 75. Geburtstag feierte er im berühmten Cafe Florian in Venedig. Dort spielte er ein Kurzkonzert.
  • Foto: Foto: Machtlinger
  • hochgeladen von Larissa Reisenbauer

Das Schicksal bescherte Österreich einen großen Pianisten. Sein Lebenswerk bedeutet Lothar Machtlinger die Welt.

Im zarten Alter von sieben Jahre wurde Lothar Machtlinger von seinem Vater zum Klavierunterricht verdonnert. Hätte er gewusst, dass diese Handlung Österreich einen großen Pianisten beschert, wie sehr hätte er sich bereits damals dafür gelobt!
Ein weiterer Dank gebührt jedoch auch seiner Frühreife. Denn ohne diese hätte die Karriere ein jähes Ende genommen. "Üben fand ich damals einfach stinklangweilig. Doch meine Lehrerin war ein so unglaublich hübsches Mädchen, ich wollte ihr unbedingt gefallen", erinnert sich Machtlinger. Gut so, denn sein Talent eröffnete sich, als er mit elf Jahren seine erste Symphonie "Gewitterstimmung" zur damaligen Katastrophe am Dachstein komponierte.

Pianist durch Schicksalsschlag

Das Klavierspielen zog Lothar Machtlinger in seinen Bann, so absolvierte er die Ausbildung zum Klavierlehrer am Konservatorium in Wien. "Danach spielte ich hauptsächlich für meine Freunde und war wirklich zufrieden damit", so der Pianist.
Doch wie kam er nun zu seinem Ruhm? Ein tragischer Schicksalsschlag. Seine erste Frau, mit der er dieses doch ruhige Leben führte, verstarb im jungen Alter von 30 Jahren. Nach einiger Zeit lernte er seine zweite Gattin in der Sauna kennen. Mit ihr verbrachte er sehr viel Zeit in Velden. In der Schlossbar des bekannten Schlosshotels nahm seine Karriere dann seinen Lauf. Öfters spielte er in den Pausen des Pianisten selbst am dortigen Klavier. Bis eines Tages der Hotelbesitzer auf eine seiner Kompositionen und somit auch auf ihn aufmerksam wurde.
Daraufhin ging alles sehr flott. Der Hotelier nahm mit Machtlinger ein Tonband auf und sie entsandten es an zahlreiche Plattenfirmen. Die Warner Music Group Austria meldete sich. "Sie organisierten ein Symphonieorchester, das mein Stück 'Serenade Romantique' untermalte, zogen mir einen weißen Smoking an und setzten mich für das Marketing vor einen Flügel. Am Künstlernamen wurde herumgebastelt, bis ich auf meinen zweiten Vornamen Rene hinwies", so Machtlinger. Damit war eine neue Marke geboren: Lothar Reneè.

Steiler Karriere-Aufstieg

Ab 1983 wurde dieses Stück in der Ö3-Hitparade auf- und abgespielt. "Plötzlich war ich über Österreichs Grenzen hinweg bekannt. Auch in Velden, meiner mittlerweile zweiten Heimat, wurde ich gefeiert und spielte unzählige Privatkonzerte für die dortige High Society", schwelgt der Döblinger in Erinnerungen.
Als Künstler hat er in seiner Laufbahn mehr erreicht, als er sich hätte erträumen können, nur ein Wunsch blieb ihm verwehrt: "Mein Vater konnte meinen musikalischen Werdegang nicht miterleben", verrät Lothar Reneè, der am 26. März diesen Jahres seinen 75. Geburtstag in Venedig gefeiert hat.

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